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In diesem Jahr finden in Tokio keine Olympischen Spiele statt. © APA (AFP) / KAZUHIRO NOGI

Olympia wird verschoben

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und das Internationale Olympische Komitee (IOC) haben sich am frühen Dienstagnachmittag auf die Verschiebung der Sommerspiele in Tokio geeinigt. Eine Entscheidung dieser Art gab es in der Sportgeschichte noch nie.

Abe hat Thomas Bach, den Präsidenten des Internationale Olympischen Komitees (IOC), aufgrund der Corona-Pandemie um eine Verschiebung der Sommerspiele in Tokio um ein Jahr auf 2021 gebeten. Bach habe dem bereits zu hundert Prozent zugestimmt, erklärte Abe. Das IOC hat die Meldung in der Zwischenzeit offiziell bestätigt, ein genauer Termin stehe allerdings noch nicht fest.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe überbrachte die historische Nachricht. © APA/afp / DALE DE LA REY, CHARLY TRIBALLEAU

Da ein Ende der Coronavirus-Pandemie im Augenblick nicht absehbar ist, wäre eine auch angedachte Verlegung der Tokio-Spiele in den Herbst ein zu großes Risiko. Kanada, Norwegen und Australien hatten angekündigt, in diesem Jahr wegen der unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken nicht teilnehmen zu wollen.
2021 wird zum Super-Sportjahr
Diese Verschiebung ist eine historische Entscheidung. Eine Absage gab es in der Vergangenheit dagegen schon einige Male. Im Ersten Weltkrieg wurden die Sommerspiele 1916 (Berlin), im Zweiten Weltkrieg die Sommerspiele 1940 (Tokio) und 1944 (London) sowie die Winterspiele 1940 (Cortina d'Ampezzo) und 1944 (Sapporo) gestrichen.

2021 wird damit ein Mega-Sportjahr, wurde doch auch bereits die Fußball-EM um ein Jahr auf 11. Juni bis 11. Juli 2021 verschoben. Für Südtirol sehr relevant sind zudem die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften von 7. bis 21. Februar in Cortina und die Nordische WM von 23. Februar bis 7. März in Oberstdorf.



Autor: dpa/apa/fop

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