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Angelika Rainer ist einer der Stars beim Weltcup in Rabenstein vom 25. bis 27. Jänner

Rabenstein: Weltcupvorbereitung läuft auf Hochtouren

Eigentlich hätte an diesem Wochenende am Eisturm in Rabenstein die Passeirer Bauernmeisterschaft als Generalprobe für den Eiskletter-Weltcup durchgeführt werden sollen. Nun musste die Bauernmeisterschaft, die sich in den vergangenen Jahren als Publikumsmagnet erwiesen hat, aufgrund der zu warmen Temperaturen auf Anfang Februar verschoben werden. Deshalb konzentrieren sich die Organisatoren voll und ganz auf den Eiskletter-Weltcup, der vom 25. bis zum 27. Jänner seine Zelte im hinteren Passeiertal aufschlagen wird.

Die Eiskletter-Saison hat in Rabenstein/Passeiertal pünktlich am 26. Dezember begonnen und der Eisturm am Fuße des Timmelsjochs, eine der besten künstlichen Eiskletteranlagen der Welt, befand sich in einem Topzustand. Anfang Jänner kam aber der Föhn – binnen weniger Stunden war die ganze Arbeit der Mitglieder des Vereins Eisturm Rabenstein in wenigen Stunden zerstört. Deshalb ist den viel zu warmen Temperaturen die Passeirer Bauernmeisterschaft zum Opfer gefallen.

Denn an diesem Sonntag, 13. Jänner hätten ein „Haiziecher“ und ein Eiskletterer wieder gemeinsam gegen die Stoppuhr kämpfen sollen. Bei der Bauernmeisterschaft muss zunächst der „Haiziecher“ mit seinem rund 170 Kilogramm schweren „Haipiirl“, das ist ein mit Heu beladener Schlitten, eine Strecke von 400 Metern bewältigen. Dabei gilt es zwei steile Gefälle und einige Flachpassagen zu überwinden. Am Fuße des Eisturms übergibt der „Haiziecher“ dann dem Eiskletterer, der die 25 Meter hohe Konstruktion so schnell als möglich erklettern muss. Die Zeit wird gestoppt, sobald die Spitze des Eisturms vom Eiskletterer erreicht wird.


Vorbereitungen für Eiskletter-Weltcup laufen auf Hochtouren

„Es ist natürlich schade, dass wir die Bauernmeisterschaft verschieben müssen. Wir haben aber mit dem 3. Februar einen Ersatztermin gefunden. Nun hoffen wir, dass es so schnell als möglich wieder kalt wird, damit wir die Anlage bis zum Beginn des Eiskletter-Weltcups perfekt vorbereiten können“, sagt OK-Chef Reinhard Graf.

Hinter den Kulissen arbeiten Graf und sein Team akribisch, damit der Eiskletter-Weltcup in Rabenstein/Passeiertal ein Erfolg wird. Die Passeirer haben sich in den vergangenen Jahren als Organisator des „Icefight“ einen exzellenten Ruf in der Eiskletter-Szene erarbeitet. Im Spätsommer bekam der Verein – auch dank der umfassenden Unterstützung durch den Alpenverein Südtirol – den Zuschlag einen Weltcup auszurichten. Mittelfristiges Ziel der Passeirer ist es, 2015 die Weltmeisterschaften zu organisieren.

Beim Eiskletter-Weltcup-Debüt vom 25. bis zum 27. Jänner wird in Rabenstein/Passeiertal alles erwartet, was in der Eiskletterszene Rang und Namen hat. Beim internationalen Kletterweltverband (UIAA) haben sich rund zwei Wochen vor Beginn der Wettkämpfe schon weit mehr als 100 Eisklettererinnen und Eiskletterer aus 16 Nationen für das Event in Rabenstein angemeldet. Darunter befinden sich auch zwei heimische Topkletterer: Angelika Rainer, die Zweifach-Weltmeisterin aus Meran, oder der Pusterer Top-Eiskletterer Herbert Klammer, der auch schon Vizeweltmeister war.

Autor: sportnews