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US-Nationaltormann Zack Steffen (Fortuna Düsseldorf) nimmt sich kein Blatt vor den Mund. © PIXATHLON/SID

US-Sportler vs. Trump: „Ein gestörter Idiot“

Der amerikanische Torhüter Zack Steffen vom Bundesligisten Fortuna Düsseldorf hat das Verhalten von US-Präsident Donald Trump rund um die Proteste wegen des gewaltsamen Todes George Floyds scharf kritisiert.

„Sie sind ein widerlicher Heuchler“, schrieb der Nationalkeeper der USA bei Twitter über einen Post des Präsidenten vom 12. Januar. Damals hatte Trump den Iran aufgefordert, keine Demonstranten zu töten und die Pressefreiheit zu wahren.

US-Basketball-Nationaltrainer Gregg Popovich wählte drastische Worte. © SID / Patrick Smith

Vor Steffen hatte bereits Gregg Popovich den US-Präsidenten für sein Vorgehen beschimpft. „Trump spaltet nicht nur, er ist ein Zerstörer“, sagte der Nationaltrainer der US-Basketballer und Star-Coach der San Antonio Spurs im Nachrichtenmagazin The Nation: „Er ist ein Feigling. Er frisst dich lebendig, wenn es ihm nutzt. Man sollte ihn einfach ignorieren. Er kann die Lage nicht verbessern, denn er ist, was er ist: Ein gestörter Idiot.“
Von Kaepernick gelernt? Umdenken im Football
Im Football hat offenbar ein Umdenken stattgefunden: Der Cheftrainer der Los Angeles Rams würde seinen Profis angesichts der Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus Aktionen und andere Gesten rund um ein NFL-Spiel erlauben. „Es wäre sehr dumm von mir hier zu sitzen und zu sagen, dass ich zuhören und lernen werde und versuchen, Verständnis und Mitgefühl zu haben, und dann den Jungs nicht zu erlauben diese Bühne zu nutzen“, sagte Sean McVay.

Die Aussage ist insofern bemerkenswert, da der dunkelhäutige Quarterback Colin Kaepernick 2016 durch einen stummen Protest während der Nationalhymne bereits gegen Polizeigewalt demonstriert hatte. Er war dafür von Trump als „Hurensohn“ beleidigt worden und ist seit dem Ende seines Vertrags bei den San Francisco 49ers im März 2017 ohne Job in der NFL.

Autor: cst/sid/dpa

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