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"Traurig" über CAS-Chaos: Craig Reedie © SID / FLORIAN CHOBLET

WADA "traurig" über CAS-Chaos - Etat soll wachsen

Pyeongchang (SID)
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat das anhaltende Chaos um die russischen CAS-Fälle vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang kritisiert. "Ich bin traurig, dass wir uns den ganzen Tag mit diesen Dingen beschäftigen müssen", sagte WADA-Präsident Craig Reedie in Pyeongchang.
Die WADA hatte die Aufhebung der lebenslangen Olympiasperren für 39 russische Athleten durch den CAS "mit großer Besorgnis" zur Kenntnis genommen. "Ich frage mich, wie der CAS zu anderen Entscheidungen kommen soll, wenn drei Kommissionen zuvor Russland systematische Manipulationen nachgewiesen haben."
Die WADA hatte ein härteres Durchgreifen gegen die russischen Athleten gefordert und zuletzt die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur (RUSADA) bestätigt. Auf die Frage, wann die Suspendierung aufgehoben werde, meinte Reedie: "Ich hoffe, in den nächsten Monaten, wenn sich der Staub legt."
"Der Kampf gegen Doping wird immer schwieriger", sagte Ben McDevitt vom Observer-Team der WADA. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) habe die WADA den Kampf gegen Doping für Pyeongchang verschärft. Seit April 2017 wurden 17.000 Pre-Tests bei Athleten vorgenommen, während der Spiele werden es 2500 Doping-Kontrollen sein.
Für die kommenden Jahre haben sich die Doping-Jäger viel vorgenommen, dafür braucht die WADA-Zentrale in Montreal mehr Geld. Derzeit liegt der Jahresetat bei 30 Millionen US-Dollar (24 Millionen Euro). Bis zum Jahre 2021, wenn der neue WADA-Code entwickelt ist, soll das Budget auf 45 Millionen Dollar (36 Millionen Euro) anwachsen. "Mehr Geld von den Regierungen zu bekommen, ist ein schwieriger Job", sagte Reedie.

Autor: sid

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