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Überglücklich: Rafael Nadal hat das Roland-Garros-Finale dominiert und seinen 20. Grand-Slam-Titel geholt. © APA/afp / MARTIN BUREAU

100-Prozent-Quote in Paris! Nadal demontiert Djokovic

13 Endspiele hat Rafael Nadal bei den French Open bestritten und 13-mal war der Spanier unbesiegbar. Das Roland-Garros-Finale vom Sonntag war eine Machtdemonstration von Nadal, der den Weltranglistenersten Novak Djokovic in nur 3 Sätzen in die Schranken wies.

Das Finale der Superlative erfüllte vom ersten Ballwechsel an vom Niveau her sämtliche Erwartungen – vom Ergebnis am Ende natürlich nicht. Was die beiden Protagonisten in der ersten halben Stunde darboten, war Sandplatz-Spektakel par excellence. 6 Minuten dauerte das Premierenspiel, dann hatte Nadal seinem Gegenüber gleich den ersten Aufschlag abgenommen. Nach 41 Minuten stand es 5:0 für Nadal – und das obwohl Djokovic nicht einmal schlecht spielte. Aber die Leistung des Linkshänders aus Mallorca war mit „phänomenal“ noch untertrieben umschrieben.

Roland Garros 2020 wird in die Geschichte eingehen – nicht nur aufgrund der Coronakrise. © APA/afp / THOMAS SAMSON

Als „größte Herausforderung im Sport“ nannte es Djokovic vor dem Gipfeltreffen, Nadal bei den French Open zu schlagen. Dessen Bilanz in Paris ist wahrhaft furchteinflößend: 13-mal hat Nadal die French Open gewonnen, 100 Matches (von 102) hier für sich entschieden.
Djokovic kämpft, kommt aber nicht heran
Auch nach dem 1. Satzgewinn machte Nadal einfach weiter und ließ Djokovic zwischendurch fast bemitleidenswert aussehen. 48 Minuten dauerte Durchgang 1, 47 Minuten Durchgang 2 – und es stand 6:0, 6:2. Nadal verschwand für einen kurzen Augenblick in der Umkleidekabine, seiner Konzentration schadete dies nicht.

Novak Djokovic zeigte kein schlechtes Spiel, war aber klar unterlegen. © APA/afp / THOMAS SAMSON

Ohne Satzverlust war Nadal durch das bisherige Turnier geflogen, Djokovic gab im Viertelfinale einen Satz ab und musste im Halbfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitispas über die volle Distanz gehen. Seine Jahresbilanz vor Paris las sich jedoch ebenso beeindruckend wie die French-Open-Statistik seines Gegners. Djokovic hatte in dieser wegen der Coronavirus-Pandemie lange unterbrochenen Saison bis dato jedes Match, das er zu Ende gespielt hat, gewonnen.

Gegen Nadal war dieses Mal aber kein Kraut gewachsen. Bis zum 5:5 hielt Djokovic den Satz offen, doch dann bescherte ein Doppelfehler Nadal das Break zum 6:5. Gegen diesen Nadal an diesem Tag reichte Djokovics späte Leistungssteigerung nicht mehr. Nach 2.43 Stunden hatte der Spanier seinen Konkurrenten aus Serbien besiegt und durch seinen 20. Grand-Slam-Titel mit Roger Federer gleichgezogen.

Autor: cst/dpa

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