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Nicht in der besten (körperlichen) Verfassung, aber weiter: Jannik Sinner. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Aber bitte mit Cola: Sinner steht im Achtelfinale

Südtirols Top-Talent Jannik Sinner steht beim Masters-1000-Turnier in Indian Wells (USA) im Achtelfinale. Sein Sieg in der Nacht auf Dienstag war aber ein hartes Stück Arbeit.

Von:
Thomas Debelyak

Dass das Drittrundenmatch gegen Benjamin Bonzi (ATP 62) für Jannik Sinner (ATP 10) kein Spaziergang werden würde, war schon vor Spielbeginn klar. Immerhin befindet sich der Franzose in der Form seines Lebens. Am Ende trotzte der Jungstar aus Sexten jedoch sowohl seinem 25-jährigen Konkurrenten, als auch einigen körperlichen Problemen. 7:6 (5), 3:6, 6:4 hieß es nach kräftezehrenden 2.37 Stunden aus Sicht des Südtirolers. Im Achtelfinale trifft Sinner auf Tennis-Badboy Nick Kyrgios (ATP 132), der gegen Casper Ruud (ATP 8) überraschend mit 6:4, 6:4 gewann.


Zum Auftakt in der kalifornischen Wüste hatte Sinner gegen Laslo Djere noch leichtes Spiel gehabt und nach dem Match sogar eine Trainingseinheit eingelegt. In der Nacht auf Dienstag war das Bild ein komplett anderes. Gegen Benjamin Bonzi musste Sinner richtig kämpfen, um sich das Ticket für die Runde der besten 16 zu krallen. Der Gegner aus Südfrankreich hatte nämlich extrem viel Selbstvertrauen im Gepäck, immerhin warf er in Indian Wells in der zweiten Runde Lorenzo Sonego (ATP 21) raus und verhinderte so ein Derby der Azzurri.

Erst Pepsi-Cola, dann Satzbälle abgewehrt
Entsprechend eng ging es im ersten Satz zu. Jannik Sinner machten dabei nicht nur der starke Gegner, sondern auch körperliche Probleme zu schaffen. Schon nach kurzer Zeit musste er sich ein Medical Timeout nehmen, weil er offenbar Magenprobleme hatte – wohl auch wegen der extremen Hitze, die in Indian Wells am späten Nachmittag (Ortszeit) vorherrschte. Sinner pushte sich mit einigen Schlucken Pepsi-Cola auf und kehrte dann auf den Platz zurück, wo er sich mächtig ins Zeug legte. Beim Stand von 4:5 aus seiner Sicht musste der Sextner zwei Satzbälle abwehren, rettete sich aber ins Tie-Break und ließ dort seine Klasse aufblitzen.

Sinner genehmigt sich einige Schlucke Cola.


Im zweiten Abschnitt kassierte Sinner prompt das Break und leistete sich in der Folge einige Fehler zu viel, weshalb Bonzi den Satz mit 6:3 für sich entscheiden konnte. Allerdings holte der Südtiroler hier nur Luft, um im entscheidenden dritten Abschnitt alles in die Waagschale werfen zu können. Sinner zog dank zweier Breaks und einiger langer Games auf 5:2 davon. Und obwohl ihm Bonzi einen Matchball abwehrte und sogar den Service abnahm, brachte der 20-jährige Jungstar den Sieg schließlich souverän mit 6:4 ins Trockene.

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