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Matteo Berrettini hat in Wimbledon die nächste Glanzleistung geboten. © APA/afp / GLYN KIRK

Als erster Italiener: Berrettini steht im Wimbledon-Finale

Matteo Berretini hat am Freitagnachmittag italienische Sportgeschichte geschrieben. Als erstem Spieler aus dem Stiefelstaat ist ihm der Sprung ins Endspiel des wichtigsten, traditionsreichsten und höchstdotierten Tennisturniers der Welt gelungen.

Matteo Berrettini eröffnet somit einen denkwürdigen italienischen Sport-Sonntag in London. Bevor die Fußballer der Squadra Azzurra in Wembley gegen England Europameister werden wollen, kann Berrettini für den ersten italienischen Titel bei dem Rasen-Klassiker in Wimbledon sorgen (15 Uhr).


Der 25-Jährige aus Rom zog am Freitag mit einem Vier-Satz-Sieg gegen den Polen Hubert Hurkacz in das Endspiel ein – weder bei den Damen noch bei den Herren gab es zuvor bei dem legendären Grand-Slam-Turnier ein Finale mit italienischer Beteiligung.

Berrettini brauchte beim 6:3, 6:0, 6:7 (3:7), 6:4 gut zweieinhalb Stunden, um sein erstes Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier zu erreichen. Ein paar Fans sangen daraufhin scherzhaft die Fußball-Hymne „Football's coming home“.

„Der beste Tennis-Tag in meinem Leben“
Matteo Berrettini
„Mir fehlen die Worte, ich werde ein paar Stunden brauchen, um das zu verarbeiten“, sagte der stolz lächelnde Berrettini. „Ich habe ein großartiges Match gespielt. Davon habe ich nie geträumt, weil es zu viel war. Das ist der bisher beste Tennis-Tag in meinem Leben.“

Der 24-jährige Hurkacz verpasste es seinerseits, als erster Pole in das Herren-Finale einzuziehen, nachdem er zuvor die Hoffnungen des achtmaligen Champion Roger Federer beendet hatte. Im Endspiel trifft Berrettini auf Novak Djokovic aus Serbien, der den Kanadier Denis Shapovalov in drei Sätzen schlug.

Matteo Berrettini konnte sein Glück nach Spielende kaum fassen. © APA/afp / GLYN KIRK

Die 15.000 Zuschauer auf dem komplett gefüllten Centre Court sahen am Freitag zunächst ein einseitiges erstes Semifinale. Im Duell zweier 1,96 Meter langer Spieler konnte Hurkacz nicht an seine Glanzvorstellung gegen Federer anknüpfen. Der Weltranglisten-18. machte zu viele Fehler und konnte seine wenigen Möglichkeiten nicht nutzen. Nach kaum einer Stunde lag der fast nahezu perfekt spielende Berrettini mit 2:0-Sätzen vorn. Danach kam Hurkacz besser in Schwung und vermied mit einem starken Tiebreak das schnelle Ende. Allerdings verlor er direkt danach sein Aufschlagspiel, diesen Vorsprung brachte der stark aufschlagende Berrettini ins Ziel.


Schlagwörter: Tennis

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