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Ratloser Blick: Andreas Seppi war chancenlos. © ANSA / JASON O'BRIEN

Andreas Seppis schwarzer Tag in Melbourne

Andreas Seppis Auftritt bei seinem Lieblings-Grand-Slam in Australien hat gerade einmal 95 Minuten gedauert. Der Kalterer erlebte in Down Under einen schwarzen Tag.

An die Australian Open hat Andreas Seppi gute, teilweise sogar exzellente Erinnerungen. Auf dem blauen Belag in Melbourne zog er vier Mal ins Achtelfinale ein, 2015 konnte er sogar Tennis-Legende Roger Federer bezwingen – das war einer der größten Erfolge seiner Karriere. Den Auftritt im Jahr 2022 wird Seppi (ATP 101) jedoch schnell vergessen wollen und müssen: Gegen den Polen Kamil Majchrzak, der in der Weltrangliste an Position 107 liegt, verlor der bald 38-jährige Kalterer mit 1:6, 1:6, 5:7.


Eine Niederlage, die Seppi besonders schmerzen wird. In den ersten beiden Sätzen lief für den Routinier aus dem Überetsch rein gar nichts zusammen und es war einer seiner schwächsten Auftritte überhaupt beim ersten Grand Slam des Jahres. Vor allem vom eigenen Aufschlag wurde Seppi erbarmungslos im Stich gelassen.

Seppi kommt nicht in Fahrt
Majchrzak, der zuletzt mit drei Siegen im ATP-Cup für Polen ordentlich Selbstvertrauen getankt hatte, nützte die Fehler seines Gegenübers zynisch aus und spielte auch selbst ein solides, variantenreiches Tennis, mit dem er Seppi immer wieder in Schwierigkeiten brachte. Nicht einmal eine Stunde war gespielt, da hatte der Pole schon zwei Sätze mit je 6:1, 6:1 gewonnen – das Match war praktisch entschieden.

Zeigte Seppi die Grenzen auf: Kamil Majchrzak. © ANSA / JASON O'BRIEN


Es spricht allerdings für Andreas Seppi, dass er im dritten Abschnitt noch einmal sein Kämpferherz herausholte. Plötzlich war der Kalterer wieder im Spiel, er servierte auf einmal grandios (in seinen ersten fünf Aufschlag-Games gab er nur drei mickrige Punkte ab) und packte auch ansonsten einige sehenswerte Schläge aus, die das Publikum begeisterten.

Doch die Reaktion kam zu spät. Denn auch Majchrzak ließ bei eigenem Service nichts anbrennen und nutzte beim Stand von 5:5 die einzige Schwächephase von Seppi in diesem Satz aus: Er breakte den Altstar und verwandelte kurz darauf seinen ersten Matchball zum 7:5. Während der 26-jährige Pole erstmals in die zweite Runde der Australian Open eingezogen ist, muss Seppi die Koffer packen.

Jannik Sinner hat seine Aufgabe am Dienstag indes souverän gelöst und steht dank eines Dreisatzsiegs über Joao Sousa in der zweiten Runde (SportNews berichtete).


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