T Tennis

Aus und vorbei: Ashleigh Barty ist raus. © APA/afp / DAVID GRAY

Australian Open: Die Nummer 1 ist raus

Die Hoffnungen der australischen Gastgeber auf den ersten Titel seit 1978 sind dahin. Die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty scheidet bei den Australian Open im Viertelfinale aus. Jennifer Brady gewinnt gegen eine gute Freundin – trotz denkbar schlechter Vorbereitung.

Nach einer 6:1, 2:0-Führung und einer umstrittenen medizinischen Auszeit ihrer Gegnerin hat die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty den Einzug in das Halbfinale der Australian Open verpasst. Die 24 Jahre alte Australierin verlor am Mittwoch gegen die Tschechin Karolina Muchova 6:1, 3:6, 2:6. Damit vergab die French-Open-Siegerin von 2019 die Chance auf ihren Premieren-Titel beim Heim-Grand-Slam und auf den ersten Turniersieg einer australischen Tennisspielerin in Melbourne seit Chris O'Neil 1978.


„Natürlich bricht es mir das Herz“, sagte Barty. „Aber morgen scheint wieder die Sonne. Entweder gewinnst du oder du lernst, und das heute war eine massive Lernkurve für mich.“ Muchova trifft nun am Donnerstag (Damen-Halbfinals ab 4.00 Uhr MEZ) im Kampf um den Einzug in das Endspiel auf Jennifer Brady. Das andere Halbfinale bestreiten die 23-malige Grand-Slam-Turniersiegerin Serena Williams aus den USA und die aktuelle US-Open-Gewinnerin Naomi Osaka aus Japan.

Fans sind wieder mit dabei
Dann sollen nach dem fünftägigen Lockdown auch wieder Zuschauer in den Melbourne Park zurückkehren dürfen. Der Lockdown ende wie geplant um Mitternacht, teilte der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit. In der australischen Metropole sei in den vergangenen Tagen kein neuer Corona-Fall aufgetreten, weshalb die strengen Maßnahmen wieder gelockert werden könnten, erklärte Andrews.

Im Viertelfinale nahm Muchova nach dem 0:2-Rückstand im zweiten Satz eine Auszeit, obwohl sie nicht verletzt war, wie sie später einräumte. Ihr Kopf habe sich gedreht, sagte die 24-Jährige. Sie ließ sich den Blutdruck und die Temperatur messen, bekam Eis zur Kühlung und verließ den Platz. Nach einer rund zehnminütigen Pause kam die Nummer 27 der Weltrangliste in das Stadion zurück, gewann das Match schließlich nach knapp zwei Stunden Spielzeit und erreichte das erste Halbfinale ihrer Karriere bei einem der vier bedeutendsten Turniere.

Ihre Gegnerin Jennifer Brady schaffte es im vergangenen Jahr bei den US Open erstmals in die Runde der besten vier Spielerinnen, scheiterte aber an der späteren Turniersiegerin Osaka. Auch die 25-Jährige brauchte im rein amerikanischen Viertelfinale drei Sätze, ehe sie ihre gute Freundin Jessica Pegula mit 4:6, 6:2, 6:1 bezwungen hatte. Brady war die einzige Viertelfinalistin, die wegen eines Corona-Falls auf ihrem Flug nach Australien vor dem Turnier während ihrer 14-tägigen Quarantäne das Hotel gar nicht verlassen durfte.

Autor: dpa

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210