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Carlos Alcaraz rangiert auf Platz 6 der ATP-Rangliste. © APA/afp / GABRIEL BOUYS

Carlos Alcaraz – Nicht einfach nur ein neues Siegergesicht

Der 19-jährige Spanier Carlos Alcaraz mischt seit einigen Monaten die Tennis-Szene auf und ist einer der beeindruckendste Teenager seit vielen Jahren.

Ob Dominic Thiem, Alexander Zverev oder Stefanos Tsitsipas und natürlich Daniil Medwedew: Namen wie diese haben in den vergangenen Jahren versucht, die Vorherrschaft der „big three“ endgültig zu beenden. Doch wenn Rafael Nadal oder Novak Djokovic topfit sind, ist es weiter schwierig, sie bei Grand-Slam-Tennisturnieren auszuschalten. Ein Name aber hat sich in den vergangenen zwölf Monaten zum wohl aussichtsreichsten Anwärter der jüngeren Generation gespielt: Carlos Alcaraz.


Schon mit 16 war „Carlitos“, wie er genannt werden möchte, eine große Zukunft prophezeit worden. Und die Aktie Alcaraz ist binnen eines Jahres gewaltig gestiegen. Ablesbar ist dies nicht nur an den vier Turniersiegen in diesem Jahr in Rio de Janeiro, Barcelona und den ATP-Masters-1000-Events in Miami und Madrid. Im ATP-Ranking ist er wenige Tage nach seinem 19. Geburtstag (5. Mai) nun schon auf Platz sechs geklettert. Tendenz weiter stark steigend. Vor Jahresfrist war Alcaraz in Roland Garros noch Qualifikant, nun ist er seriöser Titelanwärter.

Der Spanier hatte heuer schon viel zu feiern. © ANSA / ERIK S. LESSER

Immer wieder wird er gerne mit Nadal verglichen, seinem Idol, das er kürzlich in Madrid im Viertelfinale erstmals bezwungen hat. Auch wenn Nadal, Djokovic und auch der noch mit fast 41 Jahren an seinem Comeback arbeitende Roger Federer absolute Ausnahmegestalten der Tennis-Geschichte sind: einem Alcaraz, der schon jetzt ein so kompletter Spieler ist, trauen Experten zu, in diese riesigen Fußstapfen zu treten.

„Ja, ich bin bereit, einen Grand Slam zu gewinnen und darauf loszugehen. Es ist mein Ziel dieses Jahr, schauen wir, was in Roland Garros passiert“, meinte er im Vorfeld. Doch die Vergleiche mit den ganz Großen können ein junges Talent auch an der hohen Erwartungshaltung ersticken lassen. Davor warnen auch Djokovic und Nadal. „Ich mag generell keine Vergleiche. Jeder ist speziell. Er bricht aber jetzt schon viele Rekorde als Teenager. Er ist dieses Jahr bei weitem der beste Spieler der Welt, keine Frage“, gab auch Djokovic zu.

Auch Nadal fand nur lobende Worte. © APA/afp / ANDREAS SOLARO

Nadal meint auch, dass man Alcaraz „seine persönliche Karriere“ genießen lassen solle. Aber was seinen jungen Landsmann so vielversprechend macht? „Carlos spielt mit sehr viel Adrenalin, mit Momentum. Wenn sein Adrenalin nach oben geht, ist er praktisch unaufhaltsam. Es kommen dann auch Fehler, aber das ist logisch, weil er mit sehr viel Risiko spielt.“

Allerdings kann das Spiel mit dem „lachenden Dritten“ auch in die andere Richtung ausschlagen. Ein Rafael Nadal ist und bleibt, wenn sein Körper hält, der König von Paris.

Schlagwörter: Tennis ATP Tour

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