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Zurzeit noch beim ATP-Turnier in Wien im Einsatz, bald in Gröden zu sehen: Jannik Sinner. © e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer

Das Sinner-Fieber erreicht Gröden

Jannik Sinner sorgt in der Tennis-Welt zurzeit für Furore und für Schlagzeilen. Nächste Woche wird der Senkrechtstarter aus Sexten erstmals in den Top 100 aufscheinen – eine Wahnsinnsleistung. Trotzdem vergisst der 18-Jährige nicht, wo seine Wurzeln liegen.

Deshalb hat Sinner auch seine Zusage für den ATP-Challenger in Gröden gegeben. Dieses Geheimnis wurde am Donnerstag bei der Präsentation des prestigeträchtigen Turniers gelüftet. Der 18-jährige Sextner wird bei der 10. Auflage des größten Tennisturniers in Südtirol (Preisgeld 46.600 Euro) von 11. bis 17. November in der Tennishalle in St. Ulrich mit dabei sein.


Ellis Kasslatter, OK-Chefin des Turniers, im SportNews -Interview.


Andreas Seppi muss passen
„Wir erleben zurzeit Sternstunden im Südtiroler Tennis. Ich habe mich auf das Turnier in Gröden noch nie so gefreut“, meinte Richard Weissensteiner, der Präsident des Südtiroler Tennisverbandes, der gleichzeitig auch betont: „Wir haben in Südtirol den besten 18-Jährigen der Tennis-Welt und mit Andreas Seppi einen weiteren grandiosen Spieler.“ Seppi selbst wird bei seinem „Heimturnier“ (der Kalterer ist bekanntlich mit der Grödnerin Michela Bernardi verheiratet) nicht mit dabei sein. „Ich bin zu Beginn der Woche in das Davis-Cup-Team berufen worden. Die Finals in Madrid beginnen am 18. November. Wir werden schon einige Tage davor nach Madrid fliegen, deshalb kann ich leider nicht in Gröden spielen“, sagt Seppi.

Richard Weissensteiner, Präsident des Südtiroler Tennisverbands. © Fit / Taba

Dafür wird Jannik Sinner die Massen ins Grödnertal locken. Schon bei der Premiere im letzten Jahr stand er im Rampenlicht. Mit 17 Jahren feierte er in Gröden gegen Luca Giacomini (7:6, 6:1) seinen ersten Sieg auf der Challenger-Tour überhaupt, musste sich erst im Achtelfinale geschlagen geben.

Sinner hat in diesem Jahr die Tennis-Welt verblüfft. Er hat das Jahr im Januar auf Rang 550 begonnen und wird in der kommenden Woche in den Top 100 aufscheinen. Der Titel des „Aufsteiger des Jahres“ ist dem 18 Jahre alten Sextner schon sicher. Sinner will sich mit seiner Rückkehr nach Gröden auch für die Wild Card im letzten Jahr bedanken und vor heimischer Kulisse antreten. Zudem peilt er seinen dritten Challenger-Titel nach Bergamo und Lexington an.
Wild Cards an Prinoth und Tröbinger
Die Entry List in Gröden führt der Italiener Stefano Travaglia an, der zurzeit auf Platz 83 liegt. Wie hoch das Niveau ist, zeigt ein Blick auf die weiteren Spieler: Insgesamt sind derzeit 13 Tennis-Profis aus den Top 200 der Weltrangliste gemeldet. Fünf Wild Cards sind im Hauptfeld mit 48 Spielern zu vergeben. Drei davon vergibt der italienische Tennisverband, zwei die Organisatoren. „Unsere Wild Cards gehen an zwei Grödner: Patric Prinoth, der seit 30. September in der Weltrangliste aufscheint, und an Erwin Tröbinger“, so Turnierdirektor Ambros Hofer.

Turnierdirektor Ambros Hofer und OK-Chefin Ellis Kasslatter. © FIT / Taba

Damen-Turnier als Appetit-Anreger
Als Appetit-Anreger vor dem Challenger der Herren findet in der kommenden Woche (27. Oktober bis 2. November) zum fünften Mal ein mit 15.000 Dollar dotiertes Damenturnier statt. Beim ITF Raiffeisen Val Gardena Südtirol wird Verena Hofer ihre Profi-Karriere endgültig beenden, nachdem sie international zuletzt schon nicht mehr aktiv war (SportNews berichtete). Das Hauptfeld wird von der Italienerin Claudia Giovine (WTA 436) angeführt. Die erst 16-jährige Laura Mair aus Gröden und Silvia Saccani aus Gais, die in den letzten Wochen ihre ersten Spiele im Hauptfeld auf der ITF-Tour gewonnen hat, bekommen die Wild Cards der Veranstalter.

Autor: det/pm

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