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Der Aufschlag bereitete Sinner große Probleme. © APA/getty / CLIVE BRUNSKILL

Der Aufschlag lässt Sinner im Stich: „Kein gutes Gefühl“

Jannik Sinner hat am Mittwoch (Ortszeit) beim Masters-1000-Turnier in Indian Wells doch überraschend das Achtelfinal-Match gegen Taylor Fritz verloren. In der Pressekonferenz bestätigte der 20-Jährige anschließend das, was unübersehbar war: Er fühlte sich nicht wohl.

Wer nur 50 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Ziel setzt, gewinnt auf der ATP-Tour selten ein Match – vor allem auf Hartplatz. Zu wichtig sind die freien Punkte, um in den Ballwechseln nicht zu sehr unter Druck zu stehen. Ein altes Tennis-Gesetz, von dem auch Sinner nicht befreit ist, wie er bei seinem ersten Auftritt in Indian Wells gegen John Millman bewiesen hatte: Weil der Aufschlag lief, konnte er in den Ballwechseln befreit aufspielen und dadurch seine ganze Power entfalten. Nur drei Tage danach lieferte der Sextner das krasse Gegenbeispiel.


Im Duell mit Taylor Fritz klemmte der Service ungemein, im ersten Satz fanden nur 43 Prozent das Feld. Sinner musste bei eigenem Aufschlag für jeden Punkt rackern, lange Ballwechsel eingehen und somit auch Kräfte lassen. Die Folge waren viele unerzwungene Fehler, wodurch sich mit Fortdauer des Matches eine gewisse Passivität einschlich, um eben diese zu vermeiden. Fritz – und das muss man dem US-Amerikaner hoch anrechnen – bestrafte dies konsequent.

Lange Pause als Rhythmusbrecher?
„Das Gefühl auf dem Platz war nicht gut“, meinte der Sextner nach dem Match: „Ich kam nicht mit dem richtigen Timing zum Ball.“ Er habe viele Chancen gehabt und alles gegeben, doch das Gefühl sei einfach nicht da gewesen. Eine Rolle könnte hierbei die durch John Isners Rückzug entstandene Pause gespielt haben. Zwischen seinem Zweitrundenmatch (zum Auftakt hatte er ein Freilos, Anm. d. Red) und dem Achtelfinale vergingen nämlich drei Tage. Ob er dadurch den Rhythmus verloren habe? „Zu Riccardo Piatti habe ich sofort gesagt, dass es mir so vorkam, als ob ich noch eine erste Runde spielen würde. Aber das ist keine Ausrede“, zeigte sich Sinner fair.

Taylor Fritz zog verdient ins Viertelfinale ein. © APA/getty / CLIVE BRUNSKILL


Sinner hat durch die Niederlage wertvolle Punkte hinsichtlich einer möglichen Teilnahme an den ATP-Finals in Turin liegen gelassen. Auch in der Weltrangliste konnte er nicht den entscheidenden Angriff Richtung Top 10 starten. Immerhin erhellte eine Meldung der Tuttosport ein wenig die Stimmung. Wie die Turiner Sport-Tageszeitung am Donnerstag berichtete, lässt Novak Djokovic die ATP-Finals sausen. Zum heutigen Stand würde Sinner nachrücken und das letzte begehrte Ticket ergattern.


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