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Andreas Seppi ist bei Roland Garros in die 2. Runde eingezogen. © AFP / GREG WOOD

Dickes Ausrufezeichen von Seppi: Erster Sand-Sieg seit 3 Jahren

Als klarer Außenseiter war Andreas Seppi in sein Auftaktmatch bei den French Open gestartet. Doch allen Wettquoten zum Trotz stieg der Kalterer durch einen Vier-Satz-Sieg gegen Felix Auger-Aliassime in die 2. Runde auf. Ein kräftiges Lebenszeichen von Seppi, der über drei Jahre lang kein ATP-Match auf Sand gewonnen hatte.

Andreas Seppi, der erst vor einer Woche in den ATP-Zirkus zurückgekehrt ist, bestreitet in Paris sein 64. Grand-Slam-Turnier. Dass der 37-jährige Südtiroler noch lange nicht zum alten Eisen gehört, bewies er mit seinem Erstrundensieg über Auger-Aliassime. Der kanadische Nachwuchsstar, der mit seinen 20 Jahren bereits auf Weltranglisten-Platz 21 liegt, musste sich Seppi in vier Sätzen (6:3, 7:6/10:8, 4:6, 6:4) geschlagen geben. Während der Kalterer in der 2. Roland-Garros-Runde auf Kevin Anderson oder Soonwoo Kwon trifft, ist das Turnier für Auger-Aliassime vorbei.


Seppi kam in den ersten Minuten nicht gut in das Match, wehrte im zweiten Game aber zwei Breakbälle ab. Dasselbe gelang Auger-Aliassime beim Stand von 2:2, doch den dritten Breakball verwertete Seppi zum Punktgewinn. Bei eigenem Aufschlagsspiel blieb der Routinier, den zuletzt Rücken- und Hüftschmerzen plagten, makellos – auch wenn der Kanadier immer wieder zu Breakchancen kam. Nutzen konnte Auger-Aliassime keine davon. Schließlich verwandelte Seppi nach 42 Minuten seinen zweiten Satzball zur 1:0-Führung.

Seppi lässt seine Routine spielen
Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich die beiden Kontrahenten im zweiten Satz. Beide Spieler servierten gut, machten bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein wenig Fehler und ließen kaum Breakbälle zu. Nachdem Seppi beim Stand von 5:4 drei Satzbälle liegen ließ, ging es in das Tie-Break. Dort bewies der Südtiroler Nervenstärke und sicherte sich damit auch den zweiten Satz.

Auger-Aliassime war die Unzufriedenheit anzusehen. Der Youngster wollte mit aller Macht eine Schippe drauflegen, doch Seppi spielte an diesem Nachmittag seine ganze Routine aus. Zwar agierte der Kalterer keineswegs fehlerfrei, doch von den (wenigen) Tiefschlägen erholte sich Seppi besser als sein Gegner, der immer wieder mit seinem Auftritt zu hadern schien.

So ließ Seppi auch nach dem verlorenen dritten Satz nicht locker, zeigte eine starke mentale Verfassung und verwandelte nach 3.36 Stunden seinen ersten Matchball zum Sieg. Es ist der erste Sieg von Andreas Seppi seit dem 27. Oktober gegen Aslan Karatsev in Nur Sultan und der ersten Asche-Sieg seit dem 23. Mai 2018 (gegen Bernabe Zapata Miralles in Genf). In der zweiten Runde trifft der Routinier nun auf Soonwoo Kwon (ATP 91) aus Südkorea, der Kevin Anderson in vier Sätzen (ATP 100) besiegt hat.

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