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Gianluca Mager ist der nächste Gegner von Jannik Sinner. © APA/afp / DANIEL RAMALHO

Die besondere Geschichte des Sinner-Gegners

Jannik Sinner hat seinen Fokus bei den French Open nach dem kräftezehrenden Sieg gegen Pierre-Hugues Herbert schon auf das nächste Match gerichtet, das in vielerlei Hinsicht besonders ist.

Der erste Fünfsatz-Sieg in der jungen Karriere des Jannik Sinner war kein glanzvoller, aber ein bitter benötigter Erfolg – vor allem aufgrund der Art und Weise, wie er zustande kam. Zunächst schien das Match nämlich gewonnen, nach drei Sätzen fast verloren, ehe Sinner nochmal alles aus sich herausholte und das Ruder doch noch herumriss. Gut für den Sextner: Vor dem nächsten Match hat er nicht wie üblich bei einem Grand Slam einen Tag spielfrei, sondern deren zwei.


Erst am Donnerstag trifft der Weltranglisten-19. auf den Italiener Gianluca Mager. Der 26-Jährige wird im ATP-Ranking an Position 87 geführt, ist ein ausgewiesener Sandspezialist und hat eine besondere Geschichte zu erzählen. Der aus Sanremo stammende Mager gehörte in seiner Jugend zu den Jahrgangsbesten, ging laut eigener Aussage jedoch nicht mit großem Fleiß dem Tennissport nach.

Jannik Sinner will in die dritte Runde einziehen. © APA/afp / MARTIN BUREAU


„Als Jugendlicher wollte ich Spaß haben. Ich bin abends ausgegangen, habe Zeit mit Freunden verbracht, Tennis hatte ich bewusst in den Hintergrund gerückt“, blickt Mager zurück. Erst Ex-Profi Diego Nargiso überzeugte den Italiener von seinem Potenzial, brachte ihn auf die richtige Straße und lancierte dessen Karriere neu. Nach ersten Erfolgen und einem erneuten Rückschlag hat sich Mager mittlerweile in den Top-100 der Weltrangliste etabliert – auch wenn er statistisch gesehen noch ein „Tennis-Küken“ ist. Nur 32 Partien hat er auf der ATP-Tour bestritten, 14 davon gewonnen. Und seinen ersten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier hat er erst in dieser Woche gegen Peter Gojowczyk eingeheimst.

Dass der aufschlagstarke Spätstarter, der das druckvolle, aggressive Spiel von der Grundlinie bevorzugt, angesichts dieser Zahlen noch nie gegen Sinner gespielt hat, ist selbsterklärend. Dass er gegen den jungen Südtiroler der große Außenseiter ist ebenfalls. Ob der Schützling von Riccardo Piatti seiner Favoritenrolle gerecht wird und Mager in die Schranken weisen kann, zeigt sich am Donnerstag.

Autor: leo

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