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Barbora Krejcikova freut sich über den Gewinn der French Open. © APA/afp / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT

Die Sensationsdame schlägt auch im Finale zu

Die Tschechin Barbora Krejcikova hat die French Open in Paris gewonnen. Die 25-Jährige setzte sich am Samstag im Überraschungsfinale gegen die leicht favorisierte Russin Anastasia Pavlyuchenkova durch und feierte damit den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere.

„Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich hier einen Titel bei einem Grand-Slam-Turnier geholt habe“, sagte Krejcikova nach der Partie, die sie mit 6:1, 2:6, 6:4 gewann. Danach wurde es emotional, als Krejcikova an ihre vor rund drei Jahren gestorbene Trainerin Jana Novotna dachte. „Ich hoffe, sie schaut mir jetzt zu und ist glücklich“, sagte die Tschechin.


Krejcikova erwischte auf dem Court Philippe-Chatrier einen perfekten Start. Zwar gab die Tschechin ihr erstes Aufschlagspiel ab, die Außenseiterin schaffte aber sofort das Re-Break und war danach erst einmal nicht mehr zu stoppen. Während Pavlyuchenkova im bislang größten Spiel ihrer Karriere anfangs gehemmt wirkte, spielte Krejcikova völlig unbekümmert auf. Die Tschechin hatte im Vorfeld der French Open bereits das Turnier in Straßburg gewonnen und strotzte nach insgesamt elf Siegen in Serie vor Selbstvertrauen. Nach sechs Spielen in Serie holte sie sich den ersten Satz mit 6:1.

Die Russin schlägt zurück
Doch Pavlyuchenkova kämpfte sich danach in die Partie. Der Russin gelang ein schnelles Break, danach legte sie ihre Nervosität ab und war nun die bestimmende Spielerin. Die 29-Jährige nahm ihrer Gegnerin insgesamt drei Mal den Aufschlag ab und schaffte so den Satzausgleich.

Allerdings musste sich Pavlyuchenkova gegen Ende des zweiten Satzes längere Zeit am Oberschenkel behandeln lassen. Zwar konnte sie mit einer dicken Bandage weiterspielen, ein bisschen gehemmt wirkte die frühere Nummer eins bei den Juniorinnen aber schon. Zum 4:3 gelang Krejcikova das entscheidende Break. Beim Aufschlag der Russin vergab sie danach zwar noch zwei Matchbälle, wenig später machte sie den größten Erfolg ihrer Karriere bei eigenem Aufschlag nach 1:58 Stunden aber perfekt. Zum sechsten Mal in Serie gab es in Paris damit eine Premierensiegerin.

Anastasia Pavlyuchenkova musste ihrer Gegnerin den Vortritt lassen. © APA/afp / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT


Für beide Spielerinnen war es das erste Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere. Am Sonntag hat Krejcikova im Stade Roland Garros sogar noch die Chance auf einen weiteren Titel. Dann steht sie mit ihrer Landsfrau Katerina Siniakova im Doppel-Finale.

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