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Respektieren und schätzen sich: Jannik Sinner und Carlos Alcaraz © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Die Supertalente streiten sich ums Halbfinale

Wieder heißt das Duell Jannik Sinner gegen Carlos Alcaraz: Die gut befreundeten Ausnahmetalente kämpfen am Mittwoch in New York (Ortszeit) auf der größten Tennis-Bühne der Welt um den Einzug ins Halbfinale der US Open.

Es ist ein Duell, das die Massen elektrisiert. Ein Duell, das es in der laufenden Saison bereits zwei Mal gegeben hat. Und ein Match, das die Zukunft des Tennissport prägen wird. Darin sind sich alle Tennis-Experten einig: Das Duell zwischen dem besonnenen Südtiroler und dem feurigen Spanier aus Murcia. Angesichts dessen ist es nicht überraschend, dass die Veranstalter der US Open das Match am Mittwoch als letztes auf dem Arthur Ashe Stadium angesetzt haben. Für Südtirols Tennis-Fans heißt es somit: Den Wecker stellen. Vor 2.30 Uhr (MESZ) werden die beiden Protagonisten das mit 23 771 Plätzen größte Tennis-Stadion der Welt nämlich nicht betreten.


Sowohl Sinner und Alcaraz werden die Ansetzung begrüßen, haben sie doch im Achtelfinale ein wahres Marathon-Match bestritten. Der Sextner musste gegen Ilya Ivashka 3:48 Stunden Schwerstarbeit leisten, Alcaraz benötigte sogar 3:56 Stunden, um Marin Cilic in die Schranken zu weisen. Das Match zwischen dem Spanier und dem Kroaten war zudem erst um 2.24 Uhr Ortszeit beendet. Die Spieler haben also nicht viel Zeit, um zu regenerieren und in Vollbesitz ihrer Kräfte anzutreten.

Fordert Jannik Sinner heraus: Carlos Alcaraz © APA/getty / Sarah Stier


Im Billie Jean King Tennis Center treffen jedenfalls zwei der Spieler des Jahres aufeinander: Zwar hat Alcaraz im Vergleich zu Sinner die deutlich größeren und wichtigeren Titel gewonnen (u.a. die Masters-Turniere in Miami und Madrid), der Schützling von Simone Vagnozzi schnitt dafür aber bei den Grand Slams besser ab – und entschied die direkten Duelle für sich. Zwang Alcaraz Sinner im Vorjahr beim Masters-1000 von Paris in zwei umkämpften Sätzen in die Knie, so revanchierte sich der Südtiroler heuer mit den prestigeträchtigen Siegen in Wimbledon und im Finale des ATP-250-Turniers von Umag.

Viel Druck

Alcaraz steht in der laufenden Saison bei 48 Siege, Sinner, der weniger Turniere bestritten hat, feierte 42 Erfolge. Einen Favoriten für die Partie auszumachen, ist schwer. Fest steht aber, dass beide mit einer gehörigen Portion Druck ins Match gehen. Könnte Alcaraz mit einem Vorstoß ins Finale die neue Nummer 1 der Welt werden, so ist Sinner auf die Weltranglistenpunkte angewiesen, die das Halbfinale garantieren. Ansonsten wird die Luft in Sachen Qualifikation für die ATP Finals in Turin immer dünner. So oder so: Die Fans im Arthur Ashe und vor den Bildschirmen dürfen sich auf ein spektakuläres Match freuen.

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