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Roger Federer verzauberte den Centre Court. © APA/afp / DANIEL LEAL-OLIVAS

Entfesselter Federer gewinnt packendes Gigantenduell

Roger Federers Traum vom 9. Wimbledon-Titel lebt weiter. Im Halbfinale bezwang der 37-jährige Schweizer Rafael Nadal auf überzeugende Art und Weise. Im Endspiel wartet nun Novak Djokovic.

Es war das 40. Mal, dass sich Federer und Nadal gegenüberstanden. In Wimbledon gab es das Duell zuletzt 2008, als sich der Spanier in einem epischen Finale in 5 Sätzen durchsetzte. Diesmal behielt der Altmeister aus Basel die Oberhand – nach rund 3 Stunden und 4 hochklassigen Sätzen (7:6, 1:6, 6:3, 6:4) verwertete der Schweizer seinen 5. Matchball.

Federer schnappt sich Satz 1
Auf seinem Lieblingsbelag trat der 20-fache Grand-Slam-Sieger aggressiv auf, rückte immer wieder erfolgreich ans Netz vor und machte deutlich mehr direkte Punkte als sein Kontrahent. Die Spannung spitzte sich erstmals im Tiebreak des 1. Satzes zu, den sich Federer nach einem anfänglichen Hin und Her deutlich sicherte. Auf der Tribüne fieberte seine Ehefrau Mirka mit, auch Federers früherer Trainer Stefan Edberg war unter den rund 15 000 Zuschauern auf dem bis auf dem letzten Platz gefüllten Centre Court.

Keinen hielt es mehr auf den Sitzen. © APA/afp / BEN STANSALL

Im darauffolgenden Satz setzte dann Nadal ein klares Zeichen. Der spanische Weltranglisten-Zweite sicherte sich den 2. Durchgang klar und schien das Momentum auf seiner Seite zu haben. Federer schlug in Satz 3 aber wieder zurück und kam immer besser in Fahrt.

Im 4. Satz standen die Zuschauer immer wieder begeistert von ihren Sitzen auf, so zum Beispiel als Federer nach packenden Ballwechseln mit 3:1 entscheidend in Führung ging. Beim Stand von 5:3 vergab der Schweizer 2 Matchbälle, in seinem letzten Aufschlagspiel musste er sogar noch einmal eine Break-Möglichkeit abwehren. Nadal stemmte sich gegen die Niederlage, doch am Ende siegte Federer verdient.

Rafael Nadal gab alles, verlor am Ende aber dennoch. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Mit einem weiteren Titelgewinn in Wimbledon würde der 37-Jährige mit Martina Navratilova gleichziehen, sie hat als einzige bislang neunmal beim traditionsreichsten Tennis-Turnier triumphiert. Seine beeindruckende Wimbledon-Bilanz verbesserte der Basler auf 101:12-Siege. Bereits am Nachmittag hatten auch Djokovic und der Weltranglisten-22. Bautista Agut eine hochklassige Partie geboten – mit dem besseren Ende für den Serben.

Autor: leo/dpa

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