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Roger Federer kann sich Spiele ohne Zuschauer nicht vorstellen. © APA/afp / DAVID GRAY

Federer: „Sehe keinen Grund, momentan zu trainieren“

Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer hat in der langen Tennis-Pause wegen der Coronavirus-Pandemie keine Lust zu trainieren.

In einem Online-Chat mit dem ehemaligen French-Open-Champion Gustavo Kuerten erklärte der 38-jährige Schweizer, dass er derzeit nicht trainiere. „Ich bin sehr glücklich mit meiner körperlichen Verfassung. Physisch geht es mir gut“, sagte Federer.

„Aber momentan trainiere ich nicht, weil ich keinen Grund dafür sehe. Denn es wird ja noch lange dauern, bis wir wieder Wettkämpfe haben.“ Er sei seit seiner Knieoperation 2016 nie mehr als fünf Wochen am Stück zuhause gewesen. „Es ist wichtig, sich jetzt gut zu erholen. Wenn wir wieder nahe dran sind, um wieder Turniere zu spielen und ich wieder ein Ziel habe, werde ich super motiviert sein.“

„Ich kann mir Spiele in einem leeren Stadion nicht vorstellen“
Roger Federer

Federer erklärte auch, dass er mit Turnieren ohne Zuschauer nicht viel anfangen könne. „Ich kann mir Spiele in einem leeren Stadion nicht vorstellen und hoffe, dass es nie soweit kommt.“ Er wisse, dass es diese Möglichkeit geben könnte. „Wir sollten auf den richtigen Moment zur Rückkehr warten, wenn wenigstens ein Drittel oder die Hälfte des Stadions gefüllt werden können.“
ATP-Tour ruht bis mindestens Ende Juli
Wegen des Coronavirus ruht die ATP-Tennistour bis mindestens Ende Juli. Dabei mussten auch zwei der großen Ziele Federers in diesem Jahr, Wimbledon und die Olympischen Spiele in Tokio, gestrichen werden. Während andere Spitzenspieler wie Dominic Thiem, Novak Djokovic oder Grigor Dimitrov in den nächsten Wochen bei regionalen, nicht von den Verbänden sanktionierten Turnieren Spielpraxis sammeln wollen, kann Federer dieser Idee offensichtlich wenig abgewinnen.

Autor: dl/apa/sda

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