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Daniil Medvedev könnte Wimbledon 2022 verpassen. © APA/getty / Megan Briggs

Keine Profis aus Russland und Belarus in Wimbledon

Beim Rasen-Klassiker in Wimbledon werden in diesem Jahr keine Tennisprofis aus Russland und Belarus zugelassen. Die Veranstalter reagieren damit auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, wie sie am Mittwoch bestätigten.

Der Ausschluss trifft zum Beispiel den Weltranglisten-Zweiten Daniil Medvedev aus Russland und die zweimalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin Victoria Azarenka aus Belarus. Das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres findet vom 27. Juni bis zum 10. Juli statt. Wimbledon ist das erste Event, das Tennisprofis wegen der russischen Invasion in die Ukraine ausschließt.


Es stünde mit in der Verantwortung des Turniers den weltweiten Einfluss Russlands mit den möglichen Mitteln zu beschränken, teilten die Organisatoren mit. Angesichts des Angriffskriegs wäre es nicht zu akzeptieren, dass das russische Regime Nutzen aus den Auftritten von Tennisprofis aus Russland oder Belarus in Wimbledon ziehen könne, begründeten sie. Falls sich die Bedingungen bis Juni grundlegend verändern, werde dies bedacht.

Wimbledon 2022 könnte ohne russische und belarussische Tennisprofis über die Bühne gehen. © APA/afp / GLYN KIRK


Vor der offiziellen Stellungnahme der Organisatoren hatten bereits verschiedene Medien, darunter die New York Times und die Times, am Mittwoch über den Ausschluss der russischen und belarussischen Profis berichtet. Russland kritisierte die Entscheidung scharf. „Ein weiteres Mal werden Sportler zu Geiseln irgendwelcher politischer Befangenheiten, politischer Intrigen, feindlicher Handlungen gegen unser Land gemacht. Das ist nicht hinnehmbar“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

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