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Bärenstark, was Jannik Sinner bei den French Open zurzeit abliefert. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Ganz großes Kino: Der Sinner-Express rollt ins Achtelfinale

Jannik Sinner verzaubert Paris! Der junge Sextner hat am Freitagabend bei den French Open das erste Grand-Slam-Achtelfinale seiner Karriere erreicht – und dabei wieder einmal großartig abgeliefert.

Der 19-jährige Südtiroler (ATP 75) gewann in der dritten Runde gegen den argentinischen Sandplatz-Spezialisten Federico Coria (ATP 99) in zweieinhalb Stunden mit 6:3, 7:5, 7:5 und steht damit unter den besten 16 bei den French Open – der x-te Meilenstein in der Karriere des Senkrechtstarters. Wie stark Sinner zurzeit drauf ist, zeigt die Tatsache, dass er in seinen bisherigen Spielen in Paris keinen einzigen Satz abgegeben hat – beeindruckend!


Im Achtelfinale am Sonntag gibt es nun einen besonderen Leckerbissen: Dort trifft Sinner nämlich auf den US-Open-Finalisten Alexander Zverev, aktuell die Nummer 7 der Welt. Dieser besiegte den Italiener Marco Cecchinato in drei Sätzen. Wie auch immer das Aufeinandertreffen enden wird, fix ist schon jetzt: So weit ist Sinner in seiner Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie gekommen. Bisher war die zweite Runde bei den Australian Open im Jänner dieses Jahres sein bestes Ergebnis. Für den Achtelfinaleinzug erhält der Youngster 180 Weltranglistenpunkte (und wird also einige Positionen im Weltranking gut machen) sowie 223.800 Dollar Preisgeld.

Klasse und Kampfgeist
Sinner bewies am Freitagabend in mehrerlei Hinsicht Nervenstärke. Weil es in Paris regnete, begann die Partie gegen Federico Coria erst mit etwas Verspätung. Davon ließ sich Sinner aber nicht aus der Ruhe bringen: Zwar gab er im ersten Satz gleich 2 Mal seinen Aufschlag ab, dafür gewann er gleich 3 Punkte bei gegnerischem Service. Nach 42 Minuten machte er den 6:3-Satzgewinn perfekt. Der zweite Abschnitt verlief ausgeglichener, wobei beide Tennis-Asse zu Beginn je einmal eine Break-Chance nutzten. Entscheidend war das 11. Game, als Sinner seinem Kontrahenten beim Stand von 5:5 den Service abnahm und wenig später das 7:5 perfekt machte.

Seine ganze Klasse zeigte Sinner am Ende des dritten Satzes: Coria war dank eines Breaks auf 4:1 und 5:2 davongezogen, doch der Pusterer gab sich nicht auf, setzte zur Aufholjagd an und krönte diese nach 2:31 Stunden Spielzeit, als er seinen dritten Matchball verwertete. Der Sinner-Express – er ist in Paris bisher nicht zu stoppen.

Autor: det

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