T Tennis

Andreas Seppi hat noch lange nicht genug. © Andreas Seppi

Heroischer Seppi hat Blut geleckt: Jetzt wartet Kwon

Andreas Seppi hat am Dienstag gegen den kanadischen Shootingstar Felix Auger-Aliassime nicht nur einen seiner schönsten Siege der letzten Jahre errungen, sondern gleichzeitig auch bewiesen, dass er selbst im fortgeschrittenen Tennis-Alter auf Weltklasse-Niveau spielen kann.

Bewegend: Dieses Adjektiv beschreibt die Leistung des Südtirolers gegen den hoch gehandelten Auger-Aliassime (ATP 21) wohl am besten. Trotz nur eines einzigen Vorbereitungsmatches auf Sand, den immer wiederkehrenden körperlichen Problemen und der Klasse seines Gegenübers freute sich Seppi nach dreieinhalb Stunden Spielzeit über seinen ersten ATP-Sieg der Saison. Dabei sollten die French Open nur als Vorbereitung auf das nächste Grand Slam in Wimbledon dienen. Seppi wäre jedoch nicht Seppi, wenn er nicht jedes Match mit vollstem Einsatz bestreiten würde. Der fantastische Sieg ist der verdiente Lohn – und womöglich nicht das Ende der Fahnenstange.


Auf dem Papier ist die Aufgabe in der zweiten Runde nämlich eine deutlich einfachere als jene zum Auftakt. Mit Soonwoo Kwon trifft der Kalterer auf den Weltranglisten-91., der – obwohl er bald 24 Jahre alt ist – erst zwei Grand-Slam-Matches gewonnen und 50 Partien auf ATP-Ebene bestritten hat. Demgegenüber steht Seppi, der sein 63. Grand Slam in Folge spielt, 60 Siege bei Majors und 785 Matches in der Tennis-Königsklasse vorweisen kann. Eines davon spielte der 37-Jährige just gegen seinen nächsten Gegner, der ihn 2020 in Cincinnati in der Quali in drei Sätzen besiegte. Auf Sand ist der Südkoreaner allerdings nicht so hoch einzuschätzen, weswegen am Donnerstag – sollte sich Seppi gut von den Strapazen erholt haben – ein ausgeglichene Partie (um 11 Uhr) erwartet werden kann.

Auch Sinner spielt
Unabhängig wie diese ausgehen wird, darf Seppi schon jetzt auf das Geleistete stolz sein und zuversichtlich den nächsten Aufgaben auf seiner bevorzugten Unterlage, dem Rasen, entgegenblicken. Alles, was jetzt noch kommt, ist reine Zugabe. Am Donnerstag steht übrigens nicht nur der Kalterer, sondern auch Jannik Sinner im Einsatz. Der Sextner wird von seinem Landsmann Gianluca Mager um ca.13 Uhr gefordert.

Schlagwörter: Tennis

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2021 Sportnews - IT00853870210
//add embeds for inline videos