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Jannik Sinner hat eine schwierige Aufgabe vor sich. © ATP Tour en Español

Jannik Sinner gegen den unaufhaltsamen Russen

Seine ersten Auftritte als Top-20-Spieler hat Jannik Sinner beim ATP-500-Turnier in Barcelona bravourös gemeistert. Kann der Sextner gegen Andrey Rublev seinen ohnehin bemerkenswerten Lauf fortsetzen?

Was Jannik Sinner am Donnerstag gegen Roberto Bautista Agut bot, war einmal mehr erste Sahne. Auch wenn er in den eigenen Aufschlagsspielen den einen oder anderen Fehler zu viel beging, so blieb er immer Herr der Lage und bestimmte, wohin die Reise hin geht. Zudem legte der 19-Jährige eine Qualität an den Tag, die im Tennis so wichtig wie keine andere ist und für die Sinner trotz seines jungen Alters schon gefürchtet ist: In den wichtigen Augenblicken voll da zu sein.


Dank dieser Eigenschaft gewann der Sextner den richtungsweisenden ersten Satz nach Abwehr dreier Satzbälle im Tiebreak. Apropos Tiebreak: Sinner hat in dieser Saison elf von 14 „Verlängerungen“ erfolgreich gestaltet. Diese Bilanz ist genauso beeindruckend wie jene seiner Siege: Von 23 Matches entschied der Youngster 17 für sich. Besser als der Südtiroler sind nur zwei Athleten: Stefanos Tsitsipas und Rublev.

Der Mann der Stunde
Der Russe befindet sich seit der coronabedingten Unterbrechung der Tennis-Saison im letzten Jahr in Topform. Niemand hat so viele Partien, so viele Titel wie der 23-Jährige aus Moskau gewonnen. Auch in diesem Jahr ist der Athlet mit der wohl besten Vorhand der ATP-Tour eine Erfolgsmaschine – egal auf welcher Spielunterlage. Durch sein druckvolles Spiel, das durchaus mit jenem von Sinner verglichen werden kann, kann er jeden schlagen. Mit dem Erfolg in der Vorwoche in Monte-Carlo gegen Sandplatz-König Rafael Nadal hat er dies bewiesen.

Hadert mit seinen Leistungen in Barcelona: Andrey Rublev © APA/afp / JOSEP LAGO


Auf einen härteren Gegner hätte Sinner also nicht treffen können. Trotzdem gibt es ein aber: Rublev steckt das Masters-1000-Finale der letzten Woche noch in den Knochen, die letzte Agilität hat ihm in Barcelona bisher noch gefehlt: „Ich bin verärgert“, gab Rublev nach seinem Achtelfinal-Sieg gegen Albert Ramos Vinolas (6:4, 6:7, 6:4) zu Protokoll: „Ich habe meine Lektionen nicht gelernt. Das Wichtigste ist, dass ich es irgendwie geschafft habe, das Spiel zu gewinnen.“

Rublev kann am Freitag jedoch ein ganz anderes Gesicht zeigen und seine Bilanz gegen Sinner, der im Vorjahr beim ATP-500-Turnier in Wien nach wenigen Minuten aufgeben musste, auf 2:0 aufbessern. Das Match auf der „Pista Rafa Nadal“ ist um 12.30 angesetzt.

Schlagwörter: Tennis

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