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Jannik Sinner ballt die Siegerfaust: Der Südtiroler ist grandios unterwegs. © APA/afp / JOSEP LAGO

Nun ist auch Seppis Allzeitrekord egalisiert

Es war nur mehr eine Frage der Zeit, bis Jannik Sinner den Südtiroler Allzeitrekord von Andreas Seppi einstellt. Nun ist es passiert. Genug hat der junge Sextner deshalb aber noch lange nicht – im Gegenteil. Am Samstag wartet ein weiterer heißer Aschetanz auf den Senkrechtstarter der Tennis-Welt.

Für den Südtiroler Sport war es ein historischer Tag. Nach seinem Achtelfinaleinzug bei den Australian Open stand Andreas Seppi am 28. Jänner 2013 auf Platz 18 der Tennis-Weltrangliste – so weit oben wie noch kein Südtiroler vor ihm. Und: So weit oben wie seit 17 Jahren kein Azzurro. Der Kalterer Star war damals das Non plus ultra in der heimischen Filzkugelszene. Dass es jemals wieder einen Südtiroler geben würde, der sich durch den so dichtbewanderten Weg im Tennis kämpft und in der Weltspitze landet – davon hätte zu jener Zeit wohl keiner auch nur zu träumen gewagt.


Und dann ist Jannik Sinner auf den Plan getreten. Mit seinen 19 Jahren macht er seine Fans in Südtirol, Italien und der ganzen Welt Woche für Woche sprachlos. Die Zahlen und Rekorde seines Aufstiegs allesamt zu benennen, würde den Rahmen dieses Textes sprengen. Deshalb nur drei statistische Fakten, die nach seinem Viertelfinalsieg beim ATP-500 in Barcelona fällig werden: Sinner hat mit dem russischen Überflieger Andrey Rublev den in diesem Jahr siegreichsten Tennisspieler der Tour ausgeschaltet (26 Erfolge), steht als jüngster Spieler seit Rafael Nadal (2005) im Halbfinale von Barcelona und konnte den Südtiroler Allzeitrekord von Andreas Seppi egalisieren. Am Montag wird der Südtiroler nämlich an Position 18 des Weltrankings aufscheinen – mindestens. Denn sein Turnier in der katalanischen Hauptstadt ist ja noch nicht zu Ende.

Am Samstagmittag gegen Tsitsipas
Am Samstag erwartet Sinner nämlich der nächste heiße Aschetanz. Ab 13.30 Uhr (live auf Supertennis) steht der 19-Jährige dem Topstar Stefanos Tsitsipas gegenüber. Der Grieche liegt im ATP-Ranking auf Platz 5 und ist bärenstark in Form. In der letzten Woche gewann er in Monte Carlo sein erstes Masters-Turnier.

Stefanos Tsitsipas ist der Halbfinalgegner von Sinner. © APA/afp / JOSEP LAGO


Trotzdem ist er nicht unschlagbar. Im Mai 2019 musste sich Sinner dem Griechen in Rom noch geschlagen geben, im September 2020 gelang ihm – ebenfalls in der Ewigen Stadt – die Revanche. Fun Fact am Rande: In jenem Spiel war Sinner noch die Nummer 81 der Welt. Sieben Monate später hat der Südtiroler diese beiden Zahlen verdreht und startet als designierte Nummer 18 – offiziell ist er ja noch die Nummer 19.
Diesem Jannik Sinner ist alles zuzutrauen
Gewinnt Sinner am Samstag, würde er auf Rang 16 vorrücken (und den Seppi-Rekord endgültig knacken). Es könnte dann sogar zum Traumfinale mit Rafael Nadal kommen, der in der Vorschlussrunde Pablo Carreno Busta vor der Brust hat. Das sind jedoch Rechnereien, auf die Sinner nicht viel gibt. Vor dem Tsitsipas-Duell analysierte er nüchtern: „Wir sind uns zwei Mal in Rom begegnet, haben in den letzten Monaten aber beide eine Wandlung durchgemacht. Er hat in seinem Spiel viel verbessert. Es wird sicher ein kompliziertes Spiel werden, wobei er alle Waffen zur Verfügung hat: Er ist groß, und ist sowohl beim Service als auch beim Retournieren stark.“

Auf die Südtiroler Tennisfans wartet also ein neuerlicher Leckerbissen. Denn eines steht fest: Diesem Jannik Sinner ist alles zuzutrauen. Der Seppi-Rekord war nur der Anfang.

Schlagwörter: Tennis

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