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Auch im Match von Maria Sharapova war der Rauch gut sichtbar © APA/afp / WILLIAM WEST

Rauch der Buschfeuer: Spiele bei Australian Open abgebrochen

Die schlechte Luftqualität in Melbourne durch die Buschfeuer in der Nähe der australischen Millionen-Metropole hat am Dienstag auch die Qualifikation für die Australian Open beeinträchtigt.

Die Slowenin Dalila Jakupovic gab in der 1. Runde nach einem Hustenanfall auf. Im Match der 28-Jährigen gegen die Schweizerin Stefanie Vögele hatte es zu diesem Zeitpunkt 6:4, 5:6 gestanden. Jakupovic kniete zunächst nieder und wurde dann von einer Betreuerin vom Platz geführt.
„Es war wirklich schlimm. So etwas habe ich noch nie erlebt, ich hatte wirklich Angst, dass ich kollabiere“, sagte Jakupovic anschließend. „Darum bin ich runter. Weil ich nicht mehr laufen konnte. Am Boden war es etwas einfacher, Luft zu bekommen.“

Die Organisatoren hatten den Beginn der Qualifikationsmatches zuvor wegen der verrauchten Luft von 10.00 Uhr Ortszeit auf 11.30 Uhr verschoben. Die Spiele des Hauptfeldes sollen am kommenden Montag beginnen.

Die deutsche Tennisspielerin Laura Siegemund und die einstige Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa aus Russland beendeten ihr Match beim Einladungsturnier in Melbournes Stadtteil Kooyong nach knapp 2 Stunden vorzeitig. „Ich habe gemerkt, dass ein bisschen Husten hochkam am Ende des 2. Satzes. Ich dachte, ich bin krank“, sagte Scharapowa. Siegemund hatte den 1. Durchgang im Tiebreak gewonnen, im 2. stand es 5:5. Die Organisatoren brachen das Match dann ab.

Luft in Melbourne weltweit am schlechtesten
Den Bewohnern von Melbourne wurde am Dienstag wegen der rekordverdächtig schlechten Luft geraten, drinnen zu bleiben. Der Qualm löste im Stadtgebiet Feuermelder aus. Fernsehbilder zeigten, dass die Leute Schutzmasken trugen.

Über Nacht sei die Luft in Melbourne „weltweit am schlechtesten“ geworden, sagte der zuständige Gesundheitsbehörden-Chef Brett Sutton am Dienstag Reportern.

Laut der internationalen Datenbank IQ Air war die Luft in Australiens zweitgrößter Stadt „sehr ungesund“. Gemessen wird dabei unter anderem die Belastung mit Feinstaub.
Training unterbrochen
Wegen schlechter Luft als Folge der Buschfeuer ist das Training bei den Australian Open am Dienstag zeitweise unterbrochen worden. Nach der Unterbrechung des Trainings gaben die Organisatoren des Turniers bekannt, dass die Bedingungen besser geworden seien und ständig kontrolliert würden. Das australische "Bureau of Meteorology" teilte mit, dass noch bis Mittwochnachmittag viel Rauch über Melbourne liegen werde.


Bei den schweren Buschfeuern sind seit Ende September mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Eine Verschiebung der Australian Open haben die Organisatoren bislang ausgeschlossen. "Wir erwarten keine Verzögerungen, und wir haben zusätzliche Maßnahmen getroffen, um sicherzustellen, dass die Australian Open wie geplant ablaufen können", hatte Tennis-Australia-Chef Craig Tiley zuletzt gesagt.

Autor: sid/dpa

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