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Daumen hoch: Jannik Sinner befindet sich bei den French Open auf Kurs. © APA/afp / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT

French Open: Sinner macht gegen Mager fette Beute

Jannik Sinner ist bei den French Open in die 3. Runde marschiert – und das im Sauseschritt. Am Donnerstagnachmittag ließ er Gianluca Mager keine Chance.

Sinners Motor hielt bei schwülen 28 Grad am Court Simonne Mathieu in Roland Garros knapp zweieinhalb Stunden lang die ideale Drehzahl und ließ sich vom italienischen Sandplatzspezialisten Mager (ATP-Nummer 87) nicht in Schach halten. Sinner gewann mit 6:1, 7:5, 3:6, 6:3.


Das erstmalige Aufeinandertreffen zwischen dem Südtiroler und dem Ligurer entwickelte sich erst mit Fortdauer der Partie zu einem interessanten Kräftemessen, zu überlegen war Sinners Auftritt im ersten Satz. Mager konnte das Tempo des Pusterers in dieser Phase nie mitgehen und gab den ersten Durchgang rasch mit 1:6 ab.

Danach aber fing sich der Außenseiter – auch weil Sinner ihn nun deutlich mehr gewähren ließ und selbst bei weitem nicht mehr so fehlerlos agierte wie noch zu Beginn der Partie. Beim Stand von 5:5 musste der 19-jährige Sextner zwei Breakbälle abwehren, um dann im folgenden Game bei gegnerischem Aufschlag auf 6:5 zu ziehen. Damit hatte er sich den Weg zum Satzgewinn geebnet.

Gianluca Mager warf alles in die Waagschale, konnte gegen Sinner aber wenig ausrichten. © APA/afp / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT


Allerdings war bereits da deutlich: Das Duell mit Mager wird für Sinner alles andere als ein Selbstläufer. Denn umso länger das Match dauerte, desto sicherer und kraftvoller schlug Mager die Bälle in Sinners Platzhälfte. Mit seinem ersten Break zog Mager im dritten Satz auf 4:2 davon, wenig später folgte das 6:3. Nun war Sinner richtig gefordert – und er reagierte eindrucksvoll.

Der an Nummer 18 gesetzte Südtiroler spielte im vierten Satz wieder so druckvoll wie zu Beginn des Matches und ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Mager, der gerade erst Blut geleckt hatte, wurde dadurch der Schneid abgekauft. Nur beim Stand von 0:2 konnte dieser mit einem Break ganz kurz für Spannung sorgen, das folgende Rebreak von Sinner war dann aber bereits spielentscheidend. In der Folge ließ sich der Favorit die Butter nicht mehr von Brot nehmen.
Jetzt wartet das Youngster-Duell
In der dritten Runde trifft Sinner nun auf den 22-jährigen Schweden Mikael Ymer (ATP 105), der den französischen Lokalmatador Gael Monfils überraschend in vier Sätzen bezwungen hat. Sinner und Ymer standen sich auf Sand noch nie gegenüber, auf hartem Untergrund konnte jeder den anderen je ein Mal besiegen. Vergangenes Jahr gewann Ymer beim ATP-Turnier in Montpellier klar in zwei Sätzen, 2019 hatte Sinner bei den Next Gen Finals wenig Mühe.

Am Donnerstagnachmittag hat übrigens auch Italiens zweites Ausnahmetalent, Lorenzo Musetti, das Drittrunden-Ticket gelöst. Er besiegte Yoshihito Nishioka klar in drei Sätzen. Für Andreas Seppi kam dagegen in der zweiten Runde gegen Soonwoo Kwon das Aus (SportNews berichtete).

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