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Im US-Open-Finale legte sich Serena Williams mit Schiedsrichter Carlos Ramos an. © APA/getty / AL BELLO

Serena Williams: Therapie nach verlorenem US-Open-Finale

Tennis-Star Serena Williams hat sich nach ihrer Niederlage im emotionalen US-Open-Finale im vergangenen September in therapeutische Behandlung begeben.

In einer Kolumne für das US-Magazin „Harper's Bazaar“ erklärte die 37-Jährige, sie habe nach der Niederlage gegen die Japanerin Naomi Osaka nach Antworten gesucht. „Und obwohl ich das Gefühl hatte, Fortschritte zu machen, war ich noch nicht bereit, einen Schläger in die Hand zu nehmen“, schrieb sie für das Magazin, in dem sie ungeschminkt in teilweise freizügigen Fotos zu sehen ist.

Beim verlorenen Endspiel gegen Osaka hatte die jahrelange Nummer 1 der Weltrangliste nach verbotenen Zeichen ihres Trainers und heftiger Schiedsrichter-Kritik drei Strafen kassiert, darunter einen Spielverlust. Anschließend hatte sie dem Unparteiischen unterstellt, er würde Männer in dieser Situation anders behandeln. Davon wich sie auch jetzt nicht ab: „Warum werden Frauen als 'emotional, verrückt und irrational' abgestempelt, wenn sie leidenschaftlich werden“, fragte sie. „Aber wenn das Männer machen, werden sie als leidenschaftlich und stark angesehen?“

Williams entschuldigt sich bei Osaka
Durch den emotionalen Ausbruch war der erste Grand-Slam-Titel für Osaka nach dem Endspiel in den Hintergrund gerückt. Der einzige Weg, die Niederlage abzuhaken, sei eine Entschuldigung bei der 21-Jährigen gewesen, berichtete Williams. Osaka habe sie in ihrer Antwort darin bestärkt, für das zu kämpfen, woran sie glaube. „Als Naomis Antwort kam, sind mir die Tränen das Gesicht heruntergelaufen“, schrieb Williams, die am Donnerstag das Wimbledon-Halbfinale bestreitet.

Kämpft um ihren 24. Grand-Slam-Titel: Serena Williams © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Mit einem Triumph beim Rasen-Klassiker in London würde die Amerikanerin ihren 24. Grand-Slam-Titel holen und den Rekord der Australierin Margaret Court einstellen. Dies war ihr bei den US Open durch die Final-Niederlage in New York erneut verwehrt geblieben.

Autor: dpa

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