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Jannik Sinner ist eine Runde weiter. © ANSA / MATTHEW STOCKMAN

Sinner beißt sich in die zweite Runde

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten ist Jannik Sinner bei den US Open in die zweite Runde eingezogen. Sein Gegner Max Purcell erwies sich als höhere Hürde als erwartet.

Solide ist wohl das treffendste Adjektiv, das die Leistung des gerade 20 Jahre alt gewordenen Südtirolers am Dienstag beschreibt. Er riss die Fans auf dem Court 10 an diesem Tag nicht unbedingt aus den Sitzen, hatte gegen den drei Jahre älteren Max Purcell (ATP 191) aber (fast) zu jeder Zeit alles unter Kontrolle. Sinner gewann nach rund zweieinhalb Stunden mit 6:4, 6:2, 4:6 und 6:2.


Sinner hatte im schwülen New York (es hatte 30 Grad) zu Beginn seine liebe Mühe. Allerdings wirkte Purcell mit seinem Latein rasch am Ende. Denn die Slice-Bälle, die er immer wieder einstreute, taten dem Youngster überhaupt nicht weh, im Gegenteil: Die langsamen Bälle halfen Sinner ins Spiel und folglich trieb er den Doppel-Spezialisten über den Platz. Ein schnelles Break und die 5:2-Führung war die Folge. Doch als Sinner zum Satzgewinn aufschlug und schon mit 30:0 in Front lag, wackelte der Sextner und beging drei leichte Fehler, die das Re-Break zur Folge hatten. Weiter verlängern konnte Purcell den Satz aber nicht, Sinner machte den Durchgang trotz einer unterirdischen Aufschlagquote (lediglich 37% der ersten Versuche fanden das Feld) im vierten Anlauf zu.

Diskussionsloser zweiter Abschnitt
Hatte Sinner den ersten Satz noch auf Sparflamme gespielt, so änderte sich dies im zweiten Abschnitt. Er servierte nun besser, setzte seinen Kontrahenten in dessen Aufschlagspielen stetig unter Druck und schaffte dadurch zwei Breaks. Weil in den eigenen Servicegames so gut wie nichts anbrannte, entschied Sinner den Satz mit 6:2 für sich.

Bedauerlicherweise ging es im dritten Durchgang nicht in dieser Gangart weiter: Sinner setzte wie schon in der Anfangsphase zu wenige erste Aufschläge ins Feld und begünstigte dadurch das Spiel von Purcell, der nun bei jeder Gelegenheit ans Netz vorstieß. Dort spielte er seine ganzen Doppel-Qualitäten aus und kam zu einem Break. Neben dem besser spielenden Gegner hatte der Weltranglisten-16. nun ein weiteres Problem: Er fasste sich nach einem Ausfallschritt immer wieder an den Oberschenkel und bewegte sich zunehmends schlechter. Dennoch wehrte er im siebten Game drei Breakbälle ab. Das reichte aber nicht, um den Satz zu seinem Gunsten zu wenden – 6:4 für Purcell.

Max Purcell spielte ein ausgezeichnetes Match. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN


Sinner nahm sich daraufhin eine Pause, gewann gleich zu Beginn des vierten Abschnittes ein umkämpftes Game und profitierte anschließend von drei Doppelfehlern seines Gegners. Das geschenkte Break nahm Sinner, der sich mit Fortdauer der Partie wieder geschmeidiger bewegte, dankend an. Er zog auf 5:2 davon – und machte schon bei Purcells Aufschlag mit einem der vielen krachenden Winner (insgesamt 49) alles klar. Anschließend war dem Südtiroler die Erleichterung deutlich anzumerken, feierte er doch seinen ersten Sieg bei den US Open.
Warten auf den nächsten Gegner
In der zweiten Runde trifft Sinner nun entweder auf den Italiener Marco Cecchinato (ATP 81) oder den US-Amerikaner Zachary Svajda.

Unmittelbar nach Sinners Sieg zog mit Andreas Seppi auch der zweite Südtiroler in New York in die nächste Runde ein. Er landete einen überraschenden und zugleich denkwürdigen Fünfsatzsieg.



Schlagwörter: Tennis Jannik Sinner US Open

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