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Jannik Sinner ist gegen Gianluca Mager souverän in die dritte Runde eingezogen. © APA/afp / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT

Sinner blickt nach vorne – und träumt von Federer

Souverän, um nicht zu sagen locker ist Jannik Sinner am Donnerstag in die dritte Runde der French Open eingezogen. Der junge Sextner blickt nun auf das nächste Duell – und schwärmt von Roger Federer.

Zweieinhalb Stunden benötigte Jannik Sinner am Donnerstag, um den Italiener Gianluca Mager (ATP-Nummer 87) in der zweiten Runde aus dem Turnier zu werfen. Dabei zeigte der Pusterer eine sehr starke Vorstellung und leistete sich nur wenige Wackler. Mit seinem Auftritt war Sinner deshalb auch zufrieden, sein Blick richtet sich aber schon auf das Drittrundenmatch gegen den Schweden Mikael Ymer.


Im Duell mit der Nummer 105 der Welt ist Sinner, seinerseits an Position 19 gerankt, der klare Favorit. Doch der Südtiroler will von einem leichten Spiel nichts wissen. „Es gibt einen Grund, warum jemand in die dritte Runde kommt“, analysiert der 19-jährige Shootingstar. „Tennis ist ein Sport der Momente. Manchmal gewinnst du das Spiel, das du eigentlich verlieren müsstest. Und manchmal verlierst du das Spiel, in dem du der Favorit warst.“

Sinner schwärmt von Federer
Und Ymer ist wahrlich nicht zu unterschätzen, hat der 22-Jährige in den ersten beiden Runden doch den Spanier Roberto Carballes Baena (ATP 95) sowie den Routinier Gael Monfils (ATP 15) aus dem Bewerb geworfen. „Er ist ein Spieler, der sehr hartnäckig ist, solide spielt und wenig Fehler macht“, weiß Sinner über seinen Gegner, auf den er am Samstag treffen wird.

Am Ende der Pressekonferenz hat sich Sinner auch über Roger Federer geäußert. Die Schweizer Legende, die in den letzten Monaten mit großem Verletzungspech zu kämpfen hatte, erreichte am Donnerstag dank eines Viersatzsiegs über Marin Cilic ebenfalls die dritte Runde. „Einmal gegen ihn zu spielen, wäre sehr schön. Er ist ein Spieler, der voller Überraschungen ist. Einmal hat er aus dem Nichts heraus die Australian Open gewonnen, wer weiß, was er hier macht. Ich habe mir vor meinem Spiel einige seiner Szenen angeschaut, er ist beeindruckend. Er ist in die Geschichte des Tennis eingegangen, klar will man gegen einen solchen Profi spielen.“

Sinner fühlt sich in Paris wohl © APA/afp / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT


Ein Duell mit Federer ist bei den French Open unwahrscheinlich, dafür könnte Sinner auf einen anderen Top-Star treffen: Gewinnt er sein Drittrundenspiel gegen Ymer, dann winkt im Achtelfinale ein Match mit dem 13-maligen Roland-Garros-Champion Rafael Nadal. Diesem war Sinner schon im Vorjahr begegnet, damals allerdings im Viertelfinale, in dem sich der Spanier in drei Sätzen durchsetzte.
Seppi hat die Rasensaison im Blick
Für Andreas Seppi sind die French Open am Donnerstag zu Ende gegangen. Der Kalterer Routinier, der mit seinem Erstrundensieg gegen das kanadische Top-Talent Felix Auger-Aliassime für eine große Überraschung gesorgt hatte, musste sich in der zweiten Runde dem Koreaner Kwon Soon-woo in drei Sätzen geschlagen geben.

Der Fokus des Kalterer Routiniers liegt aber ohnehin nicht auf der roten Asche, sondern auf dem grünen Belag: Er freut sich nun auf die Rasensaison, wobei das Highlight Wimbledon sein wird. Dieses findet von Ende Juni bis Anfang Juli statt.

Autor: det

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