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Guido Pella musste verletzt aufgeben. © Mutua Madrid Open

Sinner feiert gelungenes Madrid-Debüt

Jannik Sinner ist bei seiner erstmaligen Teilnahme beim Masters-1000-Turnier in Madrid in die zweite Runde eingezogen. Verantwortlich dafür war eine exzellente Leistung des Südtirolers, aber auch eine Verletzung, die Guido Pella zur Aufgabe zwang.

Im Duell gegen den Weltranglisten-55. hatte Sinner die Favoritenrolle aufgrund mehrerer Tatsachen inne: Pella befindet sich nach einer Corona-Erkrankung zu Saisonbeginn noch nicht in der Form, die er im Jahre 2019 hatte. Damals erreichte der ausgewiesene Sand-Spezialist sensationell das Viertelfinale in Wimbledon und stoß im weiteren Verlauf des Jahres bis auf Rang 20 der Weltrangliste vor. Darüber hinaus ist Sinner zurzeit blendend aufgelegt und besitzt trotz seines jungen Alters ein höheres Grundniveau. Diese Unterschiede kamen am Dienstag zum Vorschein: Sinner führte den Argentinier regelrecht vor und gewann die Partie, als Pella beim Stande von 6:2 und 4:4 aufgab.


Auf dem drittgrößten Court in der Caja Mágica tasteten sich die beiden Kontrahenten zunächst ab. Die Aufschlagsspiele gingen glatt durch, an ein Break schnupperte weder Sinner noch Pella. Es dauerte jedoch nicht lange, ehe Sinner auf Betriebstemperatur kam und den Druck auf den 30-Jährigen erhöhte. Dieser fand gegen die punktgenauen Returns und den harten Grundschlägen des Südtirols kein Gegenmittel und gab beim Stande von 2:3 aus seiner Sicht erstmals den Aufschlag ab. Ab diesem Zeitpunkt startete der Sextner einen beeindruckenden Solo-Lauf, der im 6:2-Satzgewinn mündete.

Pella hisst die weiße Fahne
Doch damit nicht genug: Sinner erteilte Pella zu Beginn des zweiten Abschnitts eine wahre Tennis-Lehrstunde, gewann zwölf Punkte in Folge und zog schnell auf 3:0 davon. Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken wurde er noch selbstsicherer – sehenswerte Punktgewinne waren die Folge.

Allerdings gab sich der routinierte Pella nicht geschlagen: Zunächst wehrte er beim Stande von 1:4 einen weiteren Sinner-Breakball ab, um wenige Augenblicke später selbst sein erstes Break zu realisieren – aus dem Nichts war der Satz wieder offen. Doch ausgerechnet jetzt, als Pella besser ins Spiel fand, verletzte sich der Argentinier bei einem Ausfallschritt an der Leiste und musste nach Absprache mit einem Physiotherapeuten aufgeben. Es war das Ende eines Matches, das Sinner über weite Strecken dominiert hatte und schlussendlich verdient gewann.
Nun wartet ein Premierenduell
In der zweiten Runde trifft der Youngster nun auf Alexei Popyrin (ATP 76), der den leicht favorisierten Deutschen Jan-Lennard Struff (ATP 40) am Dienstagnachmittag in zwei Sätzen mit 6:3, 7:6 ausschaltete. Sinner und der 21-jährige, großgewachsene Australier standen sich bislang auf der Tour noch nie gegenüber.


Autor: leo

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