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Am Sonntag steht Jannik Sinner die nächste große Aufgabe bevor. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Sinner gegen Zverev: Der Glaube versetzt Berge

Südtirol schaut nach Paris: Am Sonntag bestreitet der 19-jährige Jannik Sinner im Achtelfinale der French Open das bislang größte Match seiner Karriere. Und das gegen einen der besten Tennisspieler der Welt.

Als Jannik Sinner am Freitagabend seinen dritten Matchball gegen den Argentinier Federico Coria mit seiner geliebten Rückhand verwertete, nahm er das mit stoischer Ruhe hin. Kein Schrei, keine Jubelpose. Als ob der Einzug in ein Grand-Slam-Achtelfinale alltäglich wäre. Und als er von einem Journalisten gefragt wurde, mit welchem Ergebnis er sich zufrieden gäbe, verneinte er eine Antwort. Es waren Zeichen, die vermuten lassen, dass Sinner in der französischen Metropole noch Großes vor hat. Auch wenn im Achtelfinale Alexander Zverev wartet.

Sinner ohne Furcht
Dass der junge Sextner keine Angst vor großen Namen hat, hat er schon des Öfteren unter Beweis gestellt. Nicht zuletzt in der ersten Runde des Turniers in Paris mit dem Sieg über David Goffin. Klar ist aber auch, dass Zverev, mit dem Sinner schon einige Male trainiert hat, eine andere Hausnummer ist. Der Deutsche befindet sich in Topform, ist – im Gegensatz zu Sinner – auf Sand zu Hause und kann trotz seiner 23 Jahre auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Sein Spielstil kann mit jenen des Südtirolers durchaus verglichen werden: Die Rückhand ist sein sicherster Schlag, Vorhand und Aufschlag sind jedoch auch große Waffen. Offensichtliche Schwächen sind auf beiden Seiten nur schwer auszumachen. So oder so, ein Sieg des Südtirolers würde einer Sensation gleichkommen. Das steht fest. Die Lobeshymnen seines Kontrahenten zeigen aber, dass der Respekt Zverevs groß ist.

Der nächste Sinner-Gegner: Alexander Zverev © APA/afp / MARTIN BUREAU


Das Match Sinner gegen Zverev ist am Sonntag als zweite Partie auf dem Court Suzanne Lenglen, dem zweitgrößten, aber nicht überdachten Stadion auf der Anlage, angesetzt. Darum müssen Sinner und Zverev auch auf den Wettergott hoffen, denn die Meteorologen sagen Regen voraus.

Autor: leo

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