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Jannik Sinner ballt die Faust nach einem gewonnenen Ballwechsel. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Sinner gewinnt Tiebreak-Krimi

Jannik Sinner steht in der zweiten Runde des Masters-Turnier in Cincinnati. Der Südtiroler, der heute zudem seinen 21. Geburtstag feiert, musste dafür all seine Kräfte mobilisieren.

Nach dem enttäuschenden Aus in Montreal vor wenigen Tage hat Jannik Sinner (ATP 12) auf die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Partie gegen Thanasi Kokkinakis (ATP 75) war jedoch ein hartes Stück Arbeit. In einer Zitterpartie über drei Sätzen benötigte der Südtiroler sein bestes Tennis, um den Australier in die Schranken zu weisen. Am Ende behielt Sinner die Nerven und triumphierte nach 3.17 Stunden mit 6:7, 6:4 und 7:6. Es war das erste Mal, dass Jannik Sinner es mit dem feurigen Australier zu tun bekommen hatte.


Sowohl Sinner, als auch Kokkinakis zeigten im ersten Satz eindrucksvolles Tennis. Abgesehen von Unsicherheiten zu Beginn, der Südtiroler musste ganze drei Breakchancen im ersten Spiel abwehren, brachten beide ihre Aufschlagspiele konstant und ohne Bedrängnis durch. Es war also kein Wunder, dass der erste Satz im Tiebreak entschieden werden musste. Mehrere Highlight-würdige Ballwechsel und abgewehrte Satzbälle beider Spieler sorgten dort für ein absolutes Spektakel. Am Ende landete eine Rückhand Sinners um wenige Millimeter hinter der Grundlinie und der Australier holte sich den ersten Satz.

Thanasi Kokkinakis zeigte gegen Sinner sein bestes Tennis. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN


Bereits in den ersten Ballwechseln wurde klar, dass Kokkinakis dem Südtiroler herbe Probleme bereiten wird. Doch im zweiten Satz hatte es dann den Anschein, als hätte der Australier den Bären in Sinner geweckt. Plötzlich konnte Kokkinakis mit dem Geburtstagskind nicht mehr mithalten und dieses holte sich mit drückender Überlegenheit in kurzen Abständen gleich zwei Breaks zum 4:1. Abseits eines Ausrutschers beim Stand von 4:2, als Sinner seinerseits seinen Aufschlag abgeben musste, spielte der 21-Jährige den restlichen Satz gekonnt herunter und glich zum 1:1 aus. Das Spiel wurde im dritten Satz entschieden.

Darren Cahill wird mit der Leistung seines Schützlinges nicht vollends zufrieden sein. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN


Der deutlich tiefer gelistete Australier zeigte am Dienstag großes Tennis. Im dritten Satz gelang es Kokkinakis wieder, Sinner auf Augenhöhe zu begegnen und ihm alles abzuverlangen. In den späteren Spielen waren beide Spieler einem Break gefährlich nahe, aber immer wieder schaffte es der Aufschläger, jegliche Entscheidung in den erneuten Tiebreak zu verschieben. Nach 3:17 Minuten verwertete Jannik Sinner dann beim Stand von 7:6 im Tiebreak seinen zweiten Matchball und riss triumphierend die Arme in die Höhe.
Eine mögliche Revanche?
Damit zieht der Südtiroler in die 2. Runde des Masters-Turniers in Cincinnati ein. Auf wen Sinner dort trifft, entscheidet sich in der im Anschluss stattfindenden Partie zwischen Pablo Carreno Busta und Miomir Kecmanovic. Sollte Carreno Busta seinen Gegner überwinden, kommt es für Sinner zur Revanche von der Niederlage in Montreal.

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