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In Überragender Form: Jannik Sinner © ATP Tour

Sinner hat seinen Lieblingsgegner gefunden

Jannik Sinner steht beim ATP-500-Turnier in Barcelona dank einer weiteren Meisterleistung im Viertelfinale. Gegner Roberto Bautista Agut konnte gegen den entfesselten Sextner (erneut) nichts ausrichten.

Das Duell zwischen Sinner und Bautista Agut ist eines, das fast schon ein Klassiker ist. Nicht nur aufgrund der Häufigkeit, mit der sich der Youngster und der Routinier aus Spanien begegnen, sondern auch wegen der Qualität, die die Matches zwischen diesen beiden Spielern haben. Auf ihrer am wenigsten bevorzugten Unterlage war dies nicht anders: Sie lieferten sich erneut ein packendes Duell, an dessen Ende sich Sinner über einen 7:6, 6:2-Sieg freute. Es war der dritte Erfolg des Weltranglisten-19. im dritten Aufeinandertreffen mit Bautista Agut.


Bei nicht einfachen, weil böigen Windbedingungen erwischte Sinner einen klassischen Fehlstart, den er aber sofort korrigierte: Auf ein frühes Break gegen sich ließ der Sextner ein Break für sich folgen. Geprägt war die Startphase von langen Ballwechseln und Spielzügen, für die Sinner nicht unbedingt bekannt ist: Er streute kurze Bälle und Netzvorstöße ein, die ihn einerseits unberechenbar machten und andererseits Bautista Agut keine Anhaltspunkte gaben. Dieser zog sein souveränes, von wenigen Fehlern geprägtes Spiel durch, geriet mit Fortdauer des ersten Satzes aber immer stärker unter Druck. Sinner nahm dem Spanier den Aufschlag erneut ab, hatte anschließend bei eigenem Aufschlag einen Satzball, konnte diesen jedoch nicht verwerten.

Sinner beweist Nervenstärke
Stattdessen breakte Bautista Agut zurück – und glich wenig später zum 5:5 aus. Weil anschließend beide ihren Aufschlag hielten, ging es in den Tiebreak. Und dieser hatte es in sich: Die beiden Kontrahenten trieben sich zu Höchstleistungen an, daraus resultierten viele lange Ballwechsel, in denen Bautista Agut zumeist einen Vorteil hatte. Doch Sinner ließ nicht locker, wehrte drei Satzbälle ab und nützte seinerseits seinen insgesamt dritten Satzball, um den Abschnitt nach 74 (!) Minuten mit 11:9 für sich zu entscheiden.

Auf der „Pista Manolo Santana“, die von wenigen Zuschauern gesäumt wurde, musste der 33-Jährige aus Castellón de la Plana diese Enttäuschung erst verdauen. Sinner nutzte diese Phase aus und zog prompt auf 2:0 davon. Gewonnen war dadurch jedoch noch nichts – das wusste das Südtiroler Supertalent. Vor allem in Anbetracht der Klasse seines Gegenübers. Dieser stemmte sich gegen die Sextner Wucht, schaffte im endlosen vierten Game trotz dreier Möglichkeiten aber nicht das Break – 3:1.
Jetzt wartet Rublev
Dieses Spiel verlieh Sinner Flügel, der nun förmlich über dem zweitgrößten Court in Barcelona schwebte und Bautista Agut beim Stande von 4:2 noch einmal breakte. Das Ausservieren war anschließend nur noch eine reine Formsache: Nach fast zwei Stunden verwandelte Sinner seinen ersten Matchball und zog so ins Viertelfinale ein.

Dort wartet auf Sinner kein Geringerer als Andrey Rublev: Der Russe hat erst letzte Woche beim Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo das Finale erreicht, dort den großen Rafael Nadal bezwungen und in dieser Saison bereits einen Titel gewonnen. Sinner und Rublev haben sich im letzten Jahr in Wien schon einmal duelliert – damals gab der 19-Jährige aufgrund einer Verletzung schon nach wenigen Minuten auf.

Schlagwörter: Tennis

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