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Jannik Sinner gab nicht auf und erkämpfte sich den Sieg. © ANSA / ERIK S. LESSER

Sinner zittert sich zum Sieg

10:8 im Tie-Break des 3. Satzes, enger hätte es für Jannik Sinner kaum sein können. Der Sextner gewann nach mühevollen 2.42 Stunden gegen Emil Ruusuvuori mit 6:4, 3:6 und 7:6.

Um 19.25 Uhr (MEZ) traf der Südtiroler am Freitag auf den Finnen Emil Ruusuvuori. Dieser hatte sich vorher überlegen mit 6:3 und 6:2 gegen Maxime Cressy aus den USA durchgesetzt. Sinner kam als Favorit auf den Platz, da er als Nummer 11 auf die Nummer 71 der ATP-Rangliste traf. Doch Emil Ruusuvuori wusste sich teuer zu verkaufen. Während der Südtiroler im ersten Satz klar überlegen war, bäumte sich der Finne im 2. Satz auf und forderte einen 3. Satz. Dort sah es lange gut für Ruusuvuori aus, doch Sinner gab nicht auf stahl dem Finnen den Sieg vor der Nase weg.


Dabei fing alles so gut an. Der Sextner überzeugte im 1. Satz mit einem aggressiven und schnellen Spiel, dem Ruusuvuori nicht gewachsen war. Beim Stand von 3:2 spielte Sinner seine Überlegenheit aus und holte sich das erste Break, welches er souverän zum 4:2 verteidigte. In Folge ließ Sinner den Finnen nicht mehr herankommen und holte sich den 1. Satz. Doch der 2. Satz zeigte einen anderen Emil Ruusuvuori. Plötzlich offenbarte der Finne ein hohes Level an Initiative und Aggressivität und Sinner wurde förmlich überrumpelt. Mit einem hammerharten Return, den Sinner nicht übers Netz brachte, sicherte sich der Finne dann sein erstes Break. Somit gewann Ruusuvuori den 2. Satz überraschend, aber verdient, mit 6:3 und forderte einen 3. Satz.

Emil Ruusuvuori verlangte Sinner alles ab. © ANSA / ERIK S. LESSER

Das Aufbäumen des Finnen setzte sich auch dort fort. Im Vergleich zum ersten Satz war jetzt er es, der die Aufschlagsspiele des Gegners in Bedrängnis brachte und selbst keine wirklichen Probleme hatte. Sinner wirkte müde und langsamer als Ruusuvuori und machte viele Fehler. Wieder gelang dem Finnen durch gnadenloses Angriffsspiel früh das Break zum 2:1. Sinner musste mit sich geschehen lassen. Doch dann versagten Ruusuvuori die Nerven und er machte beim Stand von 5:4 mehrere Fehler, die Sinner eiskalt ausnutzte und so ausgleichen konnte. Der wiedererstarkte Pusterer schnupperte dann sogar am entscheidenden Punktgewinn, der aber vom Finnen abgewehrt wurde.
Sinner gewinnt den Tie-Break-Krimi
Das Spiel ging in den Tiebreak, in dem Sinner einige grobe Schnitzer unterliefen und er schnell in Rückstand geriet. Beide Spieler zeigten ihre Nervosität und gaben Aufschlag um Aufschlag ab. Sinner schaffte es noch einmal heran zu kommen und lange konnte keiner der Beiden das Spiel für sich entscheiden. Bis zum Stand von 9:8 für Jannik Sinner. Ruusuvuori versemmelte den 1. Aufschlag und bringt einen schwachen 2., den der Südtiroler gnadenlos zum Sieg versenkte.

In der 3. Runde wartet somit Pablo Carreno Busta, der sich souverän mit 6:3 und 6:2 gegen David Goffin durchsetzte. Der Spanier liegt auf Nummer 19 der ATP-Rangliste und wird Jannik Sinner ähnlich hart fordern, wie sein finnischer Kollege. Vor allem, da Carreno Busta das einzige bisherige Match zwischen den beiden vor 2 Jahre knapp im Tie-Break des 3. Satzes für sich entscheiden konnte.

Das Ergebnis

Sinner – Ruusuvuori 6:4 3:6 7:6(8)

Schlagwörter: Tennis ATP Miami

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