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Jannik Sinner schwebt in Mouilleron auf einer Erfolgswelle. © R. Chautard/Instagram

So gut wie noch nie: Sinner trumpft in Frankreich auf

Jannik Sinner hat beim ATP-Challenger in Mouilleron le Captif den nächsten Drei-Satz-Sieg eingefahren und somit die beste Weltranglistenplatzierung seiner Karriere sicher. Beim mit 92.040 Euro dotierten Turnier in Westfrankreich steht er nun im Halbfinale.

Der 18-Jährige aus Sexten hat am Freitag im Viertelfinale mit dem Rumänen Marius Copil (ATP 90), den nächsten Top-100-Spieler besiegt. Am Ende einer hart umkämpften Partie triumphierte Sinner mit 3:6, 6:1 und 6:4. Dadurch wird das Pusterer Tennistalent am kommenden Montag in der Weltrangliste so gut dastehen, wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Abhängig vom Abschneiden seiner unmittelbaren Ranking-Nachbarn könnte der aktuellen Nummer 127 der Welt erstmals der Einzug in die Top-120 gelingen.

Sinner hat die besseren Nerven
In Mouilleron gab Sinner, genau wie am Vortag gegen Lukas Rosol, den ersten Satz ab – dieses Mal sogar klar mit 3:6, nachdem er zwei seiner ersten drei Aufschlagspiele verlor. Im zweiten Abschnitt zeigte sich der Youngster plötzlich wie verwandelt: Mit sicheren Schlägen setzte er Copil unter Druck und wehrte mit viel Nervenstärke gleich mehrere Breakbälle ab. Gleichzeitig nahm er seinem Gegenüber zwei Mal den Service ab und erzwang mit einem 6:1-Satzgewinn die dritte, entscheidende Runde.

Diese begann Sinner auf Anhieb mit einem Break, kurz darauf zog er sogar auf 2:0. Doch ausgerechnet jetzt, als sich der Südtiroler den Weg zum Sieg geebnet hatte, stieg Copil wie Phönix aus der Asche auf. Während Sinner auf der Vorhand zu schwächeln begann, pushte sich der Rumäne mehreren starken Punktgewinnen soweit, dass er seinen um zehn Jahre jüngeren Gegner zum 2:2 breakte und danach erstmals in diesem Satz in Führung ging. Allerdings hatte er die Rechnung ohne Steh-auf-Männchen namens Jannik Sinner gemacht. Dieser biss sich in die Partie zurück und konterte mit einem Break auf 4:3. Danach ließ er sich die Butter nicht mehr vom Brot streichen und verwandelte nach knapp zwei Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball zum 6:4.
Duell mit einem Außenseiter
Im Halbfinale trifft Sinner am Samstagnachmittag auf den französischen Außenseiter Mathias Bourgue (ATP 247), der im Viertelfinale den Österreicher Dennis Novak mit 6:3, 7:6 eliminierte. Gegen den Franzosen hat der Südtiroler bislang noch nie gespielt. In Frankreich hat Sinner jedenfalls schon jetzt 4.260 Euro Preisgeld und 35 Weltranglistenpunkte in der Tasche.

Autor: fop

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