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Jannik Sinner zeigte eine starke Partie. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Trotz kurioser Panne: Sinners nächste Gala in Miami

Jannik Sinner sorgt beim Masters-1000-Turnier in Miami weiter für Furore. Der Sextner hat seine Achtelfinalaufgabe souverän gelöst und steht nun in der Runde der besten Acht.

Obwohl Jannik Sinner erst 19 Jahre jung ist, spielt er teilweise so abgebrüht und hochklassig wie ein alter Hase. Am Dienstag machte der junge Südtiroler mit dem Finnen Emil Ruusuvuori (ATP 83) kurzen Prozess und zog dank eines 6:3, 6:2-Triumphs ohne Probleme und nach nur etwas mehr als einer Stunde ins Viertelfinale ein.


Somit steht Sinner erstmals in seiner Karriere bei einem Masters-Turnier, das nach den Grand Slams und den ATP-Finals die höchste Turnierserie im Profitennis ist, unter den besten Acht. Und dort muss nicht Schluss sein: Im Viertelfinale bekommt es der Pusterer mit dem Kasachen Alexander Bublik (ATP 44) zu tun, der im Achtelfinale gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz (ATP 32) mit 5:7(5), 6:3, 6:4 gewann. Sinner (ATP 31) selbst wird in der Weltrangliste nach oben klettern: Im Live-Ranking scheint er zurzeit an Position 26 auf.

Das Hawk-Eye streikt
Kurios ging es in Miami schon vor Spielbeginn zu: Weil das Hawk-Eye – also das Videosystem, mit dem der Schiedsrichter klären kann, ob ein Ball im Aus war oder nicht – streikte, begann das Spiel mit rund 20-minütiger Verspätung und, weil die Komplikationen nicht gelöst werden konnten, schließlich ohne Video-Unterstützung. Sinner ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und zog sein Programm ganz stark durch.

Emil Ruusuvuori hatte gegen Jannik Sinner nur wenig auszurichten. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN


Obwohl Sinner als Favorit ins Rennen ging, war sein Gegenüber aus Skandinavien nicht zu unterschätzen, immerhin hat Ruusuvuori in Miami schon den Weltranglisten-Siebten Alexander Zverev aus dem Turnier geworfen. Ein solches Kunststück sollte ihm gegen Youngster Sinner nicht gelingen. Der Pusterer strotzte nur so vor Selbstvertrauen und Spielfreude und war vor allem bei eigenen Aufschlägen eine Macht.
Sinner nach Stotterstart bärenstark
Nur im ersten Game präsentierte sich Sinner etwas holprig und kassierte das Break, das er sich aber prompt wieder zurückholte. In der Folge brachten beide Spieler ihren Service durch, auch wenn der Südtiroler im siebten Game eine Breakchance vereiteln musste, im Gegenzug aber selbst ein Break verwandelte. So entschied er diesen Satz mit 6:3 für sich.

Während dieser Abschnitt noch einigermaßen ausgeglichen verlief, war im zweiten Satz Jannik Sinner der dominierende Spieler auf dem Platz. Er holte sich im dritten und im siebten Game das Break und verwandelte nach insgesamt nur einer Stunde und elf Minuten seinen ersten Matchball zum Sieg. Das Abenteuer im Miami geht also weiter.


Autor: det

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