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Jannik Sinner hat sich entschieden, nicht an den Olympischen Spielen teilzunehmen. © APA/afp / AELTC/JON SUPER

UMFRAGE | Jannik Sinner und die Olympia-Absage

Was nach den jüngsten Ergebnissen in der Luft lag, ist am Samstagmittag tatsächlich eingetroffen: Jannik Sinner nimmt nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teil. Die Reaktionen darauf fielen unterschiedlich aus.

Die Olympischen Spiele sind in der Karriere eines (fast) jeden Sportlers das Größte, was es gibt. Fast, denn im Tennis genießen die Bewerbe im Zeichen der fünf Ringe nicht den Stellenwert, wie in anderen Sportarten. Und dennoch: Wenn man die Siegerliste des seit 1988 erneut olympischen Sports betrachtet, trifft man auf viele große Namen – wie etwa Andy Murray, Rafael Nadal oder Andre Agassi.


Dabei gibt es bei den Sommerspielen im Gegensatz zu den Grand Slams weder Weltranglistenpunkte noch das große Geld zu gewinnen. Vielmehr ist der Reiz, das eigene Land zu repräsentieren, stimulierend und anziehend. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Die Corona-Pandemie hat die Welt weiterhin fest im Griff – und damit auch die Olympischen Spiele. Die Regelungen sind strikt, das gewohnte olympische Flair kaum vorhanden. Und zudem gehen die Spiele, wenn man Sinners Perspektive betrachtet, am anderen Ende der Welt über die Bühne.

Eine Abwägung
Nimmt man die lange Reise, die Quarantäne und alles was dazu gehört auf sich, um vielleicht nach einem Match wieder nach Hause zu kehren? Viele Athleten haben diese Frage mit einem Ja beantwortet. Andere dagegen mit einem Nein – darunter auch der junge Sextner.

In Sinners Fall spielten aber nicht etwa die strengen Regeln oder der geringe Stellenwert eine Rolle. Er erklärte seine Absage mit seiner Leistung während der letzten Turniere und dass er sich auf seine Entwicklung als Tennisspieler konzentrieren wolle. Dieser Entschluss hat in Italien hohe Wellen geschlagen. Weise Entscheidung, urteilten viele Journalisten, Tennis-Kenner - und Fans. Genauso viele meinten, Sinner hätte sich diese Chance nicht entgehen lassen können, zumal auf seiner bevorzugten Unterlage, dem Hartplatz, gespielt wird.


Unabhängig ob die Absage richtig oder falsch ist, hat Sinner mit seiner Entscheidung Mut bewiesen. Erst der Sommer wird zeigen, ob sie sich rentiert hat und er zu seiner Bestform zurückfinden kann.

Schlagwörter: Tennis

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