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Ashleigh Barty will nach ihrem French-Open-Titel nachlegen. © AP / Tim Goode

Wimbledon: Von der Überfliegerin zur Lokalmatadorin

Im Gegensatz zu den Herren, ist der Favoritenkreis bei den Damen in Wimbledon sehr groß. Vorauszusagen wer gewinnen wird, ist darum sehr schwierig. Nichtsdestotrotz wagen wir einen Ausblick und nehmen die Protagonistinnen genauer unter die Lupe.

Ashleigh Barty - Die Überfliegerin
Barty ist die Spielerin der Stunde. Seit Jahresbeginn gewann sie 36 von 41 Matches, die beste Bilanz auf der WTA-Tour. Die Nachfahrin der Aborigines kletterte durch ihren Sieg beim Vorbereitungsturnier in Birmingham als zweite Australierin nach Evonne Goolagong Cawley (1976) an die Spitze der Weltrangliste. Auch in Wimbledon ist sie die Spielerin, die es zu schlagen gilt.
Angelique Kerber - Die Titelverteidigerin

Angelique Kerber will ihren Titel verteidigen. © APA/afp / GLYN KIRK

Im Vorjahr erfüllte sich Kerber mit dem Finalsieg gegen Serena Williams einen Lebenstraum. In diesem Jahr möchte sie zeigen, dass dies kein Zufall war. Nach einer völlig verkorksten Sandplatzsaison, in der sie Krankheit und Verletzungen immer wieder zurückgeworfen hatten, zeigte Kerber zuletzt wieder vielversprechende Leistungen. Ihr schnelles, direktes Konter-Tennis passt hervorragend auf den schnellen Rasen in London. Sie gehört erneut zum engsten Favoritinnenkreis.
Kiki Bertens - Die Formstarke
Bertens hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich nach oben gearbeitet und in der absoluten Weltspitze etabliert. Die Zeiten, in denen sie als reine Sandplatzspezialistin galt, sind längst vorbei. Nach Barty weist Bertens in diesem Jahr die beste Bilanz auf. Nachdem sie bei den French Open Pech hatte und ihr Zweitrundenmatch aufgeben musste, knüpfte sie beim Heimturnier in s'Hertogenbosch gleich wieder an ihre guten Vorleistungen an und erreichte das Finale. In dieser Form gehört sie auch in Wimbledon zu den Sieganwärterinnen.
Serena Williams - Die Erfahrene

Mit Serena Williams ist immer zu rechnen. © APA/afp / GLYN KIRK

Im Spätherbst ihrer Karriere konzentriert sich Serena Williams auf wenige Highlights, auf der Tour sieht man die 23-malige Grand-Slam-Siegerin nur noch selten. Über ihren wahren Leistungsstand kann dementsprechend nur gerätselt werden. In Wimbledon gehört sie dennoch auch in diesem Jahr wieder zu den Titel-Kandidatinnen. Nicht zuletzt, weil sie weiter auf den ersten Major-Triumph nach der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia am 1. September 2017 wartet und es mit diesem allen Zweiflern beweisen will.
Johanna Konta - Die Lokalmatadorin
England hat wieder eine Hoffnungsträgerin. Nach Jahrzehnten sportlicher Dürre kann in der Frauenkonkurrenz wieder eine Lokalmatadorin ganz vorne mitmischen. Als erste Britin seit 26 Jahren stand Konta bei den French Open im Halbfinale, spielte sich mit einem starken Jahr auch in der Weltrangliste weiter nach vorne. Die Ergebnisse auf Rasen ließen zuletzt etwas zu wünschen übrig, aber mit dem Publikum im Rücken scheint vieles möglich. 2017 führte sie das bereits bis ins Halbfinale.

Autor: sid/leo

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