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Edith Huber Mair Santifaller (†)

Südtirols Tischtennis-Szene trägt Trauer

Edith Huber Mair Santifaller ist tot. In der Nacht auf Samstag starb Südtirols Tischtennis-Ikone im Alter von 87 Jahren.

Santifaller wurde am 18. Juli 1932 geboren und war eine Legende im Tischtennissport. Sie hat schon im Kindesalter mit dem Tischtennisspielen begonnen und 1949 erstmals an einer Italienmeisterschaft teilgenommen. Seitdem hat Edith unglaubliche 112 Italienmeistertitel gewonnen (die letzten zwei 2016 in Lucera).

Edith Santifaller war Lehrerin und dann Direktorin in der Grundschule Rudolf Stolz in Bozen. Sie war auch Trainerin und Begleiterin der Tischtennisnationalmannschaft. Für 38 Jahre, von 1978 bis 2016, war sie Präsidentin des Landeskomitees Bozen.

Santifaller war auch Gründungsmitglied der Sportzone Pfarrhof, wo sie viele Jahre Präsidentin und zuletzt Ehrenpräsidentin war. Sie hat auch den Transalpin-Cup und den Verein TT Recoaro Agostini Bozen gegründet, der für viele Jahre auf nationaler Ebene gespielt hat.

Ikone des Südtiroler Sports
Als einzige Frau hat sie ununterbrochen an 17 Weltmeisterschaften der Veteranen teilgenommen, letztmals war sie 2014 in Neuseeland im Einsatz. Insgesamt konnte sie 11 Medaillen gewinnen. 1992 hat sie die Olympiaqualifikation in Bozen organisiert und des weiteren die Italian Open sowie viele Länderspiele der Nationalmannschaft nach Bozen gebracht.

Edith war Mitglied der ETTU und ITTF Kommission und hat 1999 von der ITTF den Merit Award bekommen – eine Auszeichnung für Personen, die dem Tischtennissport große Verdienste erbracht haben. 1983 hat sie der damalige italienische Staatspräsident Sandro Pertini zum „Cavaliere della Repubblica“ ernannt und 2017 bekam sie ein Goldenes Ehrenabzeichen vom Land Tirol. Edith Huber Mair Santifaller war eine Ikone des Südtiroler Sports.

Autor: pm/det

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