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Patrick Lange regt Reformen im Anti-Doping-Kampf an © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID / Nils Nilsen

Ironman-Weltmeister über Anti-Doping-Kampf: „Fehler im System“

Der zweimalige Ironman-Weltmeister Patrick Lange fordert im weltweiten Anti-Doping-Kampf einen radikalen Schnitt.

Der 32-jährige Deutsche könne sich beispielsweise vorstellen, „die Meldepflichten nicht an den Verband, sondern Ergebnisse der Proben gleich an ein unabhängiges Institut“ zu geben. Lange bezeichnet das übliche Vorgehen nämlich als „signifikanten Fehler im System“, der die große Gefahr berge, „dass etwas vertuscht wird. Daher fände ich eine unabhängige Institution besser, die dann auch die Urteile ausspricht“, sagte Lange der Frankfurter Rundschau .

Nach dem Dopingskandal bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld und den Enthüllungen rund um den Erfurter Arzt Mark S. hatte eine Spur bis nach Hawaii geführt - offenbar soll allerdings nicht die Ironman-WM, sondern der Honolulu-Marathon betroffen sein. Wo auch immer Doper entlarvt werden, im Spitzensport sollte für sie laut Lange kein Platz mehr sein.

„Solche Menschen gehören lebenslang aus dem Sport verbannt. Ich stehe dafür, dass jemand, der so wissentlich betrügt, einfach nicht mehr in den Sport gehört“, sagte der Wahl-Salzburger, der klarstellte, „dass die im Triathlon aufgeflogenen schwarzen Schafe bei uns äußerst geächtet sind“.

Autor: sid

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