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Mack Horton (l.)verweigerte das Siegerfoto mit Sun Yang © AP / Lee Jin-man

Mega-Eklat bei Schwimm-WM

Bei der Schwimm-Weltmeisterschaft im südkoreanischen Gwangju ist es am Sonntag zu einem Eklat gekommen.

Der geschlagene Australier Mack Horton hat zum Auftakt der Schwimm-WM für einen Eklat gesorgt und seinen Protest gegen den höchst umstrittenen Weltmeister Sun Yang verschärft. Bei der Siegerehrung nach dem Freistilfinale über 400 m verweigerte der Olympiasieger dem dopingvorbelasteten Chinesen den Handschlag und das obligatorische Foto der Medaillengewinner. Während der Italiener Gabriele Detti auf dem Podest zu Sun hochstieg, blieb Horton stehen und blickte starr geradeaus.

Horton (links) stieg nicht aufs Podest. © AP / Mark Schiefelbein

„Es ist okay, wenn man mich persönlich nicht respektiert. Aber bei der Siegerehrung sollte man mein Land respektieren“, kritisierte Sun hinterher. Doch Horton, der seinen Rivalen bei Olympia 2016 schon als „Doping-Betrüger“ an den Pranger gestellt hatte, konnte einfach nicht anders: „Frust ist wahrscheinlich das richtige Wort. Ich denke, ihr wisst warum. Ihr wisst, wie unser Verhältnis ist. Seine Taten und wie mit ihnen umgegangen wird, sprechen lauter als alles, was ich es je sagen würde.“

Dem dreimaligen Olympiasieger Sun droht im September vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen einer womöglich mit dem Hammer zerstörten Probe eine nachträgliche Sperre. Vom Weltverband FINA, der Sun bei einem positiven Dopingtest 2014 mit einer Drei-Monats-Sperre äußerst milde hatte davonkommen lassen, sprach den knapp zwei Meter großen Athleten frei. Dagegen hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA („unglaublich und inakzeptabel“) vor dem CAS Einspruch eingelegt.

Autor: sid

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