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Natalie Coughlin (links) kommt bereits zum vierten Mal an den Pfarrhof Ryan Lochte und OK-Chef Christian Mattivi Lisa Fissneider und Laura Letrari im Gespräch mit Elmar Pichler Rolle

Swimmeeting Bozen: So gut besetzt wie noch nie

Seit Monaten fiebern die Schwimmfans dem kommenden Wochenende entgegen. Am Samstag und Sonntag ist es endlich soweit. Und die 18. Ausgabe des Swimeeting Südtirol am Pfarrhof verspricht das Beste aller Zeiten zu werden.

Denn neben Superstar Ryan Lochte kommt mit dessen Landsfrau Natalie Coughlin eine weitere Ausnahmeathletin aus den USA nach Südtirol. „Lochte ist ohne Zweifel der Ausnahmekönner schlechthin derzeit im internationalen Schwimmsport. Für uns ist es eine große Ehre, ihn bei unserem Meeting zu haben. Dass auch Natalie Coughlin nun schon zum vierten Mal nach Bozen kommt, ist ein weiterer Beweis dafür, dass unsere Veranstaltung auf der ganzen Welt einen guten Namen hat“. Das sagt OK-Chef Christian Mattivi, der mit seinem Team wieder ganze Arbeit geleistet hat.

Aber das Swimmeeting Südtirol hat noch viel mehr zu bieten. Viele Spitzenschwimmer aus Italien von Marco Orsi über Fabio Scozzoli bis hin zu Erika Ferraioli, Silvia Di Pietro und der letzthin verpflichteten Elena Di Liddo haben für Bozen genannt. Nicht zu vergessen natürlich die einheimischen Aushängeschilder Lisa Fissneider und Laura Letrari, die sich in Bozen nicht nur von ihrer besten Seite zeigen wollen, sondern auch die Qualifikation für die Kurzbahn-Weltmeisterschaft Anfang Dezember in Doha schaffen wollen. Das Bozner Meeting ist aber auch für die Deibler-Brüder (Weltrekordhalter Steffen und Markus) eine gute Gelegenheit, ihre Form zu überprüfen vor dem ersten großen Höhepunkt der neuen Saison am Persischen Golf.


Lochte und Coughlin sind bereits in Bozen

Die wichtigste Schwimm-Veranstaltung im gesamten Alpenraum wurde heute beim technischen Sponsor „Speedo“ in Bozen-Süd vorgestellt. Die Stars Lochte und Coughlin saßen einträchtig nebeneinander. Auch Amanda Weir aus den USA und Lokalmatadorin Fissneider waren dabei.

Coughlin kennt das Bozner Meeting schon, für Lochte ist es eine Premiere. Er hat in seiner Karriereelf olympische Medaillen gewonnen, davon fünf bei den Spielen vor zwei Jahren in London. Außerdem ist Lochte 35-facher Weltmeister. Aktuell hält der 30-Jährige fünf Weltrekorde und hat in seiner Laufbahn nicht weniger als 77 Medaillen bei internationalen Großereignissen gewonnen, davon 49 allein in Gold. Auch Coughlin hat in ihrer Laufbahn alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt und ist eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen überhaupt. In London hat sie ihre zwölfte Olympia-Medaille (Bronze mit der Freistil-Staffel) erobert.

Weitere internationale Stars am Wochenende sind die US-Amerikanerin Weir, die in ihrer Laufbahn dreimal olympisches Edelmetall mit der Staffel gewonnen hat und 23 Medaillen bei Großereignissen vorweisen kann. Der Russe Arkady Vyatchanin gehört zu den besten Rückenschwimmern der Welt. Auch er hat zweimal Olympia-Bronze (2008 in Peking) geholt, war dreimal Vize-Weltmeister und sieben Mal Europameister. Das italienische Feld bei den Männern wird nach einem Jahr Pause wieder von Fabio Scozzoli angeführt. Aber auch Marco Orsi, und Andrea Toniato bürgen für Qualität genauso wie Federico Bocchia oder Marco Bellotti.


Fissneider und Letrari die Publikumslieblinge

Bei den Frauen sind die Augen des heimischen Publikums natürlich in erster Linie auf Lisa Fissneider und Laura Letrari gerichtet. Die 20-Jährige aus Kaltern und die 25-Jährige aus Brixen trainieren seit Beginn dieser Saison wieder in Bozen und haben starke Konkurrenz. Fissneider tritt über 50 und 100 m Brust gegen Giulia De Ascentis an. Auch Katie Meili aus den USA, die im Vorjahr am Pfarrhof das Brust-Doppel geschafft hat, ist wieder dabei. Letrari wird über 50 m Rücken auf Erika Ferraioli aufpassen müssen, über 50 m Delfin sind Silvia Di Pietro und Elena Di Liddo ihre schärfsten Konkurrentinnen, aber die größten Chancen auf ein WM-Ticket rechnet sie sich über 100 m Lagen aus.

Autor: sportnews