F Fußball-WM 2018

Jubel nach dem gehaltenen Elfmeter gegen Aspas: Igor Akinfejew. © APA/afp / JUAN MABROMATA

Akinfejew wird zum Elfer-Helden: Russland im Viertelfinale!

Der nächste Favorit ist ausgeschieden. Spanien ist im Achtelfinale der Fußball-WM an Russland gescheitert. Der Gastgeber setzte sich im Elfmeterschießen durch.

Igor Akinfejew hat Gastgeber Russland bei der Fußball-WM die erträumte Sensation beschert und den Turnierfavoriten Spanien nach einem Spiel der Nerven aus dem Turnier geworfen. Im ausverkauften Luschniki-Stadion parierte der Schlussmann den letzten Elfmeter und führte sein Team damit am Sonntag zum Achtelfinal-Sieg mit 4:3 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Nun fordert der Außenseiter am Samstag in Sotschi Kroatien oder Dänemark heraus.

Russischer Jubel nach dem Ende des Elfmeterschießens. © APA/afp / YURI CORTEZ

Ein Eigentor bringt Spanien in Führung

Auch ohne Spielmacher Andrés Iniesta in der Startelf übernahm der Favorit aus Spanien wie erwartet von Beginn an die Regie. Das deutliche Plus beim Ballbesitz machte sich früh bezahlt. Nach Freistoß von Marco Asensio beförderte der von Spaniens Sergio Ramos bedrängte russische Rekord-Nationalspieler Ignaschewitsch den Ball aus kurzer Distanz mit der Hacke ins eigene Tor.

Für die in der Heimat nach schwachen Auftritten gegen den Iran (1:0) und Marokko (2:2) kritisierten Spanier war es ein perfekter Start in die Partie – zur Freude ihres angereisten Königs Felipe VI. Dagegen schien die vor allem auf Torsicherung bedachte Taktik der Russen, die erstmals seit dem Ende der Sowjetunion 1991 im Achtelfinale standen und zunächst überraschend auf Angreifer Denis Tscheryschew verzichteten, schnell hinfällig.

Durch dieses Eigentor ging Spanien in Führung. © APA/afp / MLADEN ANTONOV


Der ideenlose und tempoarme Spielaufbau des Favoriten ermutigte den Außenseiter zu mehr eigenen Angriffen. Bei einem Schuss von Alexander Golowin (36.) knapp neben den Pfosten war er einem Tor erstmals nahe. Der Elfmetertreffer von Dsjuba zum 1:1 nach einem Handspiel von Gerard Piqué verwandelte das Stadion vorübergehend in ein Tollhaus. Beim Halbzeitpfiff gab es tosenden Applaus von den Tribünen.

Wenig Chancen in Hälfte zwei

Auch nach dem Wiederanpfiff bekamen die Zuschauer ein dürftiges Achtelfinale zu sehen. Die zuvor in 23 Spielen ungeschlagenen Spanier erhöhten zwar den Druck, fanden aber keine Lücke in der gut organisierten Abwehr des Gegners. Selbst der in der 67. Minute eingewechselte Iniesta konnte das statische Spiel seiner Mannschaft kaum beleben, hatte aber in der 86. Minute immerhin die einzige Chance der 2. Halbzeit zum 2:1.

Ähnlich trist ging es in der Verlängerung weiter. Die Defensive der Russen geriet nur selten ins Wanken. Deshalb musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Dort hatte am Ende Russland das bessere Ende für sich.

Autor: cst/dpa

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