F Fußball-WM 2018

Antonio Cabrini mit dem WM-Pokal 1982. © ANSA / ANSA

WM-Zeitreise – 11.7.1982 und 2010: Gleich zwei WM-Endspiele

Wie immer während der WM in Russland blickt SportNews auch heute auf Highlights zurück, die sich am selben Tag bei früheren Weltmeisterschaften ereignet haben. Diesmal schauen wir auf zwei WM-Endspiele zurück, die an einem 11. Juli stattfanden, 1982 und 2010.

1982: Italien gegen Deutschland


Bei der WM in Spanien standen sich am 11. Juli 1982 im Santiago-Bernabeu-Stadion von Madrid Italien und Deutschland gegenüber. Die Deutschen hatten im Halbfinale die Franzosen nach Elfmeterschießen niedergerungen, während sich die „Azzurri“ dank zweier Treffer von Paolo Rossi mit 2:0 gegen Polen durchsetzten.

Beide Mannschaften spielten im Finale in einer 4-3-3 Formation. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der Linksverteidiger Antonio Cabrini einen Foulelfmeter verschoss, brachte Paolo Rossi in der 57. Minute Italien in Führung. Danach musste Deutschland gegen die konterstarken Italiener offensiver spielen.

Italien dominierte das Spiel gegen die vom kräftezehrenden Halbfinale konditionell geschwächten Deutschen. Tardelli (69.) und Altobelli (81.) erhöhten auf 3:0. Paul Breitners Treffer zum 1:3 in der 83. Minute diente nur noch der Ergebniskosmetik. Er war damit der dritte Spieler nach den Brasilianern Pelé und Vavá, der in zwei WM-Finals getroffen hatte.

Der überragende Spieler des Finales war Bruno Conti. Für viele Experten war er der beste Spieler des Turniers. Rossi errang mit seinem sechsten Treffer den Titel des Torschützenkönigs.


2010: Spanien gegen Niederlande

Bei der WM in Südafrika standen sich am 11. Juli in Johannesburg Spanien und die Niederlande gegenüber.

Das Spiel war von Härte geprägt (13 gelbe und eine gelb-rote Karte) und wurde oft wegen Foulspiels unterbrochen. Ein Kung-Fu-Tritt von dem Niederländer Nigel de Jong gegen Spaniens Xabi Alonso hätte eigentlich einen Platzverweis nach sich ziehen müssen, wie Schiedsrichter Webb später einräumte. Einer der wenigen spielerischen Höhepunkte der ersten Hälfte war eine Kopfballchance von Sergio Ramos in der 5. Minute.

Nach der Halbzeitpause wurde das Spiel attraktiver. Der Niederländer Arjen Robben hatte in der 62. Minute durch einen Sololauf die Chance zur Führung für seine Mannschaft, aber Iker Casillas parierte. Auch David Villa hatte eine Großchance, doch der Spanier konnte den Ball trotz kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen (69.).

Das entscheidende Tor fiel erst in der Verlängerung, nachdem der Niederländer John Heitinga nach seiner zweiten gelben Karte des Spielfelds verwiesen worden war (109.). In der 116. Minute vollendete Andrés Iniesta eine Kombination in Strafraumnähe zu seinem zweiten Turniertor und dem letztlich spielentscheidenden Treffer.

Spanien konnte durch das 1:0 n. V. erstmals in seiner Geschichte den Fußball-Weltmeister-Titel erringen. Die Niederlande hingegen müssen darauf weiterhin warten und wurden zum dritten Mal nach 1974 und 1978 Vizeweltmeister.

Autor: ds

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