F Fußball-WM 2018

Mario Götze lässt seinem Torjubel freien Lauf. © AFP / ODD ANDERSEN

WM-Zeitreise – 13.7.2014: Götze löst Freudentaumel aus

Wie immer während der Fußball-WM blickt SportNews auch heute auf Highlights zurück, die sich am selben Tag bei einer früheren Weltmeisterschaft ereignet haben. Diesmal schauen wir nur vier Jahre zurück auf den 13. Juli 2014, zum Finale der WM in Brasilien zwischen Deutschland und Argentinien.

Das Fußball-WM-Finale 2014 fand im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro statt. Deutschland besiegte Argentinien durch ein Tor von Mario Götze mit 1:0 nach Verlängerung und errang hiermit seinen vierten WM-Titel. Es war das dritte Aufeinandertreffen beider Nationen in einem Finale einer Fußball-WM, nachdem die Argentinier 1986 und die Deutschen 1990 gewonnen hatten.

Das Spiel war ein ausgeglichener, nicht immer hochklassiger und teilweise hart geführter Schlagabtausch. Deutschlands Spielweise war auf Ballbesitz und Spielkontrolle ausgelegt, während Argentinien seine Angriffe zumeist im schnellen Konterspiel vortrug und hierdurch zunächst zu den besseren Torchancen kam.

Higuain vergibt zum Auftakt drei Torchancen


Allein Gonzalo Higuaín ließ in der ersten halben Stunde des Spiels drei Möglichkeiten zum Führungstreffer ungenutzt. Die erste in der vierten Minute verzog er aus spitzem Winkel. In der 21. Minute fing er eine Kopfballrückgabe von Toni Kroos ab, schoss jedoch, unbedrängt und nur Torwart Manuel Neuer vor sich, den Ball links am deutschen Tor vorbei. In der 30. Minute traf Higuaín dann aus kurzer Distanz nach Zuspiel von Ezequiel Lavezzi. Dieser Treffer wurde jedoch wegen der Abseitsposition des Schützen nicht gewertet.

Christoph Kramer war zuvor in der 17. Minute mit Ezequiel Garay im argentinischen Strafraum zusammengeprallt und wurde schließlich wegen einer dabei erlittenen Gehirnerschütterung in der 31. Minute durch André Schürrle ersetzt.

Schürrle nach Einwechslung sofort gefährlich


In der 36. Minute schoss Schürrle nach Zuspiel von Thomas Müller per Direktabnahme aufs Tor. Der argentinische Schlussmann Sergio Romero konnte den Schuss abwehren; ein Treffer hätte überdies wegen der Abseitsposition Mesut Özils, der Romero die Sicht verdeckte, nicht gezählt. Im Gegenzug hatte Lionel Messi in der 40. Minute Neuer bereits überwunden, Jérôme Boateng konnte aber den Rückpass auf Lavezzi klären. Zum Ende der ersten Halbzeit vergab Benedikt Höwedes die bis dahin beste deutsche Chance, als er nach einer Ecke von Kroos mit einem Kopfball nur den rechten Pfosten traf.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam zur Verstärkung der argentinischen Offensive Sergio Agüero für Lavezzi ins Spiel, während die deutsche Mannschaft zunächst auf weitere Wechsel verzichtete. Messi verfehlte in der 47. Minute das deutsche Tor, als sein Schuss knapp am rechten Pfosten vorbeistreifte.

Neuer vom Schiri verschont


Ein hartes Einsteigen von Neuer in der 56. Minute gegen Higuaín an der deutschen Strafraumgrenze wurde vom Schiedsrichter Nicola Rizzoli nicht geahndet. Danach war die Partie überwiegend von spielerischen Ungenauigkeiten und Ballverlusten auf beiden Seiten gekennzeichnet. In der 80. Minute verzog Kroos den Ball nach einem Rückpass von Mesut Özil rechts neben das argentinische Tor.

Miroslav Klose, der im Halbfinale zum WM-Rekordtorschützen avanciert war, wurde in der 88. Minute ausgewechselt. Für ihn kam Mario Götze, der in der Nachspielzeit bei einem Schussversuch aus zentraler Position in rund 20 Metern Entfernung zum Tor den Ball nicht richtig traf, so dass Romero diesen problemlos aufnehmen konnte. Damit blieb es beim torlosen Unentschieden zum Ende der regulären Spielzeit.

Faustschlag von Agüero nicht geahndet


In der ersten Minute der Verlängerung parierte Romero einen Schuss von Schürrle aus kurzer Distanz. Sechs Minuten später platzierte der für Higuaín eingewechselte Rodrigo Palacio einen von Mats Hummels unterlaufenen Ball frei vor Neuer als Lupfer links neben das deutsche Tor. In der zweiten Hälfte der Verlängerung erlitt Bastian Schweinsteiger in der 108. Spielminute bei einem Zweikampf mit Agüero durch einen nicht geahndeten Faustschlag eine blutende Platzwunde unter dem rechten Auge.

Götzes Goldtor in der 113. Minute


In der 113. Minute ging die deutsche Mannschaft in Führung. Nach einem Zuspiel von Toni Kroos von der Mittellinie startete André Schürrle auf der linken deutschen Seite auf Höhe des Mittelkreises einen Vorstoß zur Grundlinie der argentinischen Spielfeldhälfte. Bedrängt von Javier Mascherano und Pablo Zabaleta schlug er seitlich des argentinischen Strafraums eine Flanke über Martín Demichelis hinweg an das linke Eck des Fünf-Meter-Raums, wohin sich Mario Götze freigelaufen hatte. Götze sprang dem Ball entgegen, nahm ihn mit der Brust an und schoss ihn per Drehschuss mit dem linken Fuß ins lange Eck des argentinischen Tors. Sergio Romero hatte auf einen Schuss in das kurze Eck spekuliert.

Nach dem 1:0 erhöhte Argentinien den Druck auf das deutsche Tor, kam aber nicht mehr zum Ausgleich. Die letzte gute Tormöglichkeit vergab Messi in der dritten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung, als er den Ball bei einem Freistoß aus etwa 25 Metern über das deutsche Tor schlenzte.

Autor: ds

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