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FIS-Renndirektor Markus Waldner. © APA / BARBARA GINDL

„Eigentor geschossen“: FIS-Renndirektor Waldner rügt Kritiker

Nach der WM-Abfahrt am Samstag hat es von Seiten vieler Athleten Kritik gehagelt. Nun äußerte sich der Brixner FIS-Renndirektor Markus Waldner dazu.

Schnee, Wind, Nebel – die WM-Abfahrt am Samstag fand unter widrigen Bedingungen statt. Das kam nicht bei allen Skifahrern gut an. Der Österreicher Otmar Striedinger sprach von einer „Frechheit“, der Schweizer Beat Feuz bezeichnete die Abfahrt als „WM-unwürdig“, Dominik Paris nannte die Verhältnisse „nicht fair“ und auch Christof Innerhofer war alles andere als begeistert („Warum sie das durchzogen, weiß ich nicht“).

„Kein Wunschkonzert“
FIS-Renndirektor Markus Waldner ist die harsche Kritik der Läufer nicht entgangen. In einem ausführlichen Interview mit „Laola1.at“ kontert der Südtiroler: „Ich verstehe die emotionale Reaktion im Ziel. Die, die sich aufgeregt haben, haben sich eine Medaille ausgerechnet, sind aber leer ausgegangen. Es ist aber kein Wunschkonzert, es ist ein Freiluftsport.“

Die Bedingungen waren schwierig, das weiß auch Waldner: „Es war am Limit, teilweise vielleicht sogar ein bisschen über dem Limit, aber es war nicht gefährlich – sonst hätte ich das Rennen sofort gestoppt.“ Und weiter: „Ein paar Läufer hatten einfach die Schnauze voll, weil sie nicht die Linie fahren konnten, die sie sich im Training ausgedacht haben. Die sind alle hier, um Medaillen zu machen.“

„Alle, die gejammert haben, haben sich ein Eigentor geschossen und sich unsympathisch gemacht“
FIS-Renndirektor Markus Waldner


Waldner hätte sich mehr Respekt für den Doppelsieg der Norweger und insbesondere Aksel Lund Svindal gewünscht. „Der fährt mit einem Haxn' - mit dem anderen kann er nämlich nicht mal auftreten - und gewinnt das Rennen fast, obwohl er die gleichen schlechten Bedingungen hatte. Es war der Tag von Aksel, sein Abschied, und ihm wurde nicht der Respekt entgegengebracht, den er sich verdient hat. Er ist ein wahrer Sportsmann, ein Gentleman. Alle, die gejammert haben, haben sich ein Eigentor geschossen und sich unsympathisch gemacht.“


Das ganze Interview gibt's hier nachzulesen.

Autor: det

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