L Ski Alpin

Auf dem Trikot steht es geschrieben: „World Champion“, also „Weltmeister“: Marcel Hirscher hat seinen WM-Titel verteidigt. © APA/afp / JONATHAN NACKSTRAND

Rot-weiß-rote Festspiele zum WM-Abschluss

Marcel Hirscher führt einen österreichischen Dreifachsieg beim WM-Abschluss in Åre an. Die „Azzurri“ hatten mit der Medaillenentscheidung nichts zu tun, doch Alex Vinatzer setzte im Finale ein kräftiges Ausrufezeichen.

Die schlechteste Ski-WM seit 1987 stand schon im Raum, doch im letzten Rennen schlugen die österreichischen Skirennfahrer noch einmal gewaltig zu. Alle drei Slalom-Medaillen gingen in die Alpenrepublik – auch weil sich Alexis Pinturault selbst um den verdienten Lohn brachte.

Der Franzose, im ersten Lauf zusammen mit Hirscher eine Klasse für sich, war erneut hervorragend unterwegs. Doch dann machte Pinturault einen verhängnisvollen Fehler, der ihm sein drittes Edelmetall in Åre kostete. Am Ende wurde es für den 27-Jährigen der „blecherne“ vierte Rang.

Bitter: Alexis Pinturault ist auf dem Weg zu einer Slalom-Medaille fast ausgeschieden – und wurde am Ende Vierter. © APA/afp / JONATHAN NACKSTRAND

Den WM-Titel schnappte sich Hirscher, der im Finale zwar ordentlich dosierte, aber dennoch mit 65 Hundertstel Vorsprung auf Michael Matt gewann. Der Tiroler schob sich vom vierten Platz um zwei Ränge nach vorne und holte die Silbermedaille. Übrigens: 2007 hatte sein Bruder Mario auf demselben Slalomhang die Goldmedaille geholt. Bronze ging an Marco Schwarz.

Vinatzer stellt sein Potenzial unter Beweis

Einen ordentlichen zweiten Lauf hat Alex Vinatzer in den salzgetränkten schwedischen Schnee gezaubert. Der junge Grödner war als Dritter gestartet, nutzte die gute Nummer im Finale aus und schob sich dank der besten Laufzeit um neun Ränge auf die 19. Endplatzierung nach vorne. Ein starkes Ausrufezeichen des 19-Jährigen aus Wolkenstein.

Laufbestzeit im zweiten Durchgang: Alex Vinatzer. (Foto: Pentaphoto)

Manfred Mölggs WM war hingegen eine zum vergessen. Der Enneberger, geschwächt durch eine Grippe, kam auch im zweiten Slalom-Durchgang nicht richtig in den Rhythmus und belegte am Ende den 18. Rang. Auch für Giuliano Razzoli lief der zweite Durchgang nicht nach Wunsch, der Olympiasieger von 2010 fiel einige Plätze zurück und wurde am Ende 22. Bester „Azzurro“ beim WM-Finale in Åre war Stefano Gross, der 10. wurde.


Autor: cst

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