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Mikaela Shiffrin war nach dem Rennen fix und fertig. © APA / EXPA/DOMINIK ANGERER

Shiffrin nach Gold: „Habe keine Luft mehr bekommen“

Zuerst Marcel Hirscher, dann Mikaela Shiffrin. Wie der Österreicher ist auch die US-Amerikanerin bei der WM in Åre erkrankt. Dennoch fuhr Shiffrin im Slalom zur Goldmedaille, nach ihrer Siegfahrt lag sie völlig fertig im Ziel.

„Meine größte Herausforderung war, zu atmen. Ich habe so etwas noch nie erlebt, dass ich keine Luft mehr bekommen habe, das war fast schon beängstigend“, sagt sie nach dem Rennen mit Tränen in den Augen. „Es ist irgendwie lächerlich, dass ich hier weine, aber ich bin so glücklich.“

Nach Gold im Super-G und Bronze im Riesentorlauf war es das dritte Edelmetall für die 23-Jährige in Åre. Auf dem Weg dahin plagten sie wegen der Erkrankung Zweifel. „Ich habe vielleicht eine kleine Infektion in der Lunge, ich musste dauernd Husten und habe kaum Luft in meinen Körper bekommen“, schilderte die US-Amerikanerin ihren Tag.

Shiffrin: „Reiß dich für diese Minute zusammen“
„Ich wusste nicht, wie ich das schaffen soll, wie viel ich noch geben kann“, erklärte Shiffrin. „Ich musste allerdings diese Zweifel hinter mir lassen, mein Team hat mir dabei so viel geholfen. Die Realität ist, dass du für 60 Sekunden pushen musst. Alles andere zählt nicht, reiß dich für diese eine Minute zusammen, dann bist du fertig.“

An ihren zweiten Durchgang kann sie sich nicht mehr erinnern, sagte die US-Amerikanerin auf der Pressekonferenz – nur noch daran – alles gegeben zu haben. Sie wollte im Zielraum auch nicht so lange im Schnee liegen bleiben, wollte der hinter ihr fahrenden Halbzeitzweiten Anna Swenn-Larsson eigentlich zusehen. „Es ist respektlos, am Boden zu liegen, während sie fährt. Ich habe mir gesagt, dass ich aufstehen muss, aber ich konnte nicht mehr atmen.“

Autor: apa/dl

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