L Ski Alpin

Die WM-Strecken mit dem Zielgelände © APA / EXPA/ JOHANN GRODER

SportNews-Skikanone: Åre 2019 mit Kalle Anka

Im Land von Volvo und Knäckebrot beginnt am Montag die alpine Ski-WM 2019. Åre ist zum dritten Mal WM-Ort, nach 1958 und 2007.

Die hauptberuflichen Skikanonen geben sich bis zum 17. Februar ein Stelldichein in Åre in Schweden. Die SportNews -Skikanone darf bei diesem Großereignis natürlich nicht fehlen und widmet der WM eine Sonderausgabe, schließlich wurde unsere bescheidene Rubrik vom königlich-schwedischen Zeremonienmeister offiziell zur Eröffnungsfeier eingeladen! Hier der Auszug aus dem Brief, der auf öko-freundlichem und klimaneutralem Papier verfasst wurde: Måndag den 4 februari invigs alpina VM 2019 i Åre med en storslagen öppningsceremoni i parken mellan Åre torg och Åre station.

Bei dieser feierlichen Zeremonie (18.30 UHR MEZ) werden auch sieben Skikanonen aus Südtirol dabei sein, angeführt von Altmeister Manfred Mölgg. Für den Enneberger ist es die achte Weltmeisterschaft, seit 2005 in Bormio war der Slalom- und Riesentorlaufspezialist bei jeder WM dabei. Christof Innerhofer geht in seine sechste Weltmeisterschaft, der Weltmeister 2013 musste vor zwei Jahren bei der WM in St. Moritz verletzungsbedingt passen. Der Ultner Dominik Paris war seit 2011 in Garmisch-Partenkirchen bei jeder WM am Start, für den 29-Jährigen ist es die fünfte WM. Simon Maurberger (Ahrntal) und Riccardo Tonetti (Bozen) feierten ihr WM-Debüt 2017 in St. Moritz, während die Grödner Rookies Alex Vinatzer und Nicol Delago in Åre 2019 ihr WM-Debüt geben.

Zeit für Geschichte…

Manfred Mölgg wurde bei der WM 2007 in Åre Vizeweltmeister im Slalom, geschlagen von Mario Matt (AUT). Matt hat inzwischen seine Karriere beendet, also ist für Mölgg der Weg frei zu seiner ersten Goldmedaille – theoretisch zumindest, denn in der Praxis steckt der 36-jährige Enneberger in einer schwierigen Slalomsaison mit drei Ausfällen und nur einem Top-10-Ergebnis (6. in Madonna). Doch Mölgg ist ein WM-Fuchs, nach Silber 2007 gewann er 2011 in Garmisch Bronze im Slalom und 2013 in Schladming Bronze im Riesentorlauf.

Ebenfalls bereits vor zwölf Jahren bei der WM 2007 in Åre dabei war Christof Innerhofer, der Gaiser zahlte bei seiner WM-Premiere viel Lehrgeld, wurde in der Kombination disqualifiziert und in der Abfahrt landete der damals 22-Jährige auf Platz 38. Zum Abfahrts-Weltmeister kürte sich in diesem Rennen Aksel Lund Svindal, der Norweger wird nach der Weltmeisterschaft seine einzigartige Karriere (5 x Weltmeister, 2 x Olympiasieger, insgesamt 12 Medaillen bei Großereignissen) beenden. Ebenfalls bei der WM-Abfahrt 2007 am Start waren drei weitere Athleten die auch 2019 dabei sind: Steven Nyman (USA), Andreas Romar (FIN), sowie der Russe Aleksandr Horoshilov, der inzwischen nur noch Slalom fährt. Vier Jahre später schlug bei der WM 2011 in Garmisch die große Stunde des Christof Innerhofer, nach Gold im Super-G gewann er Bronze in der Abfahrt und Silber in der Kombination.

Mit einer WM-Medaille auf seinem Konto geht Dominik Paris in die WM 2019. Vor sechs Jahren, 2013 in Schladming, wurde er Vizeweltmeister in der Abfahrt. Wer war schneller? Richtig, Aksel Lund Svindal. Gemeinsam mit Svindal und Paris stand damals David Poisson als Dritter auf dem Podest. Der unvergessene Franzose starb im November 2017 bei einem Trainingssturz in Nakiska (CAN).

Überhaupt war die Ski-WM 2007 in Åre eine sehr erfolgreiche WM aus Südtiroler Sicht: Im Super-G überraschte Patrick Staudacher alle Skikanonen, der Pflerer kürte sich sensationell zum Weltmeister. Im Riesentorlauf der Damen gewann Denise Karbon (Kastelruth) die Bronzemedaille, im Herren-Slalom wurde Manfred Mölgg - wie bereits erwähnt - Vizeweltmeister. Im fernen Jahr 1958 standen keine Südtiroler bei der WM in Åre am Podium.

Athleten aus 76 Nationen nehmen an der Ski-WM 2019 in Åre teil, das sportbegeisterte und faire Publikum in Schweden ist einzigartig. Vermutlich werden sich auch Mitglieder des schwedischen Königshauses die Ski-WM nicht entgehen lassen, König Carl XVI. Gustaf ist das monarchische Staatsoberhaupt Schwedens. In Schweden ist eben alles ein bisschen anders, kein Wunder also dass die weltberühmte Zeichentrick-Figur Donald Duck in Schweden Kalle Anka heißt.


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Die SportNews -Skikanone begleitet Sie als regelmäßige Rubrik durch den WM-Winter 2018/19.

Autor: zor

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