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Verena Stuffer, ehemaliges Ski-Ass aus Gröden. © AFP / FABRICE COFFRINI

WM-Expertenrunde: Verena Stuffer tippt die Abfahrt

In unserer WM-Rubrik geben ehemalige oder verletzte Südtiroler Ski-Asse ihre Tipps zu den Rennen ab. Für die Damen-Abfahrt Sonntag (12.30 Uhr) haben wir mit Verena Stuffer gesprochen.

Die Grödnerin zählte jahrelang zum Speed-Team der „Azzurre“. Insgesamt nahm sie drei Mal an Weltmeisterschaften teil, nämlich in Val-d’Isère (2009), Garmisch Partenkirchen (2011) und St. Moritz (2017), wobei sie jeweils die Abfahrt bestritten hat. Ein 19. Platz in St. Moritz steht ihr dabei als bestes Ergebnis zu Buche. Nach Ende der letzten Saison hat die 34-Jährige ihre Karriere beendet.

Verena Stuffer über…
… die Favoriten und Geheimfavoriten bei der Damen-Abfahrt:
„Wenn man sich die letzten Rennen anschaut, sehe ich Sofia Goggia, Nicole Schmiedhofer und Stefanie Venier als ganz heiße Kandidatinnen an. Der Kreis jener, die eine Medaille holen können, ist aber sehr groß. Eine Ilka Stuhec ist immer gefährlich, Nicol Delago ist gut in Form, Nadia Fanchini und Francesca Marsaglia können auch vorne mitfahren. Und Lindsey Vonn? Ich glaube, sie wird alles versuchen, um aufs Podest zu fahren. Abzuschreiben ist so eine wie sie natürlich nie. Zudem würde ich ihr einen guten Abschluss wünschen, sie hat dem Ski-Sport viel gegeben. Es wird mit Sicherheit ziemlich spannend.“

… die Chancen der einzigen Südtirolerin Nicol Delago:
„Ich kann mir vorstellen, dass ihr die Piste liegt, dort hat sie ja bei der Junioren-WM mit Platz 6 schon aufhorchen lassen. Heuer ist sie gut in Form. Ein Top-5-Platz ist aus meiner Sicht drin.“

… ihr schönstes WM-Erlebnis:
„Ich war drei Mal bei einer WM dabei, nämlich in Val-d’Isère, Garmisch Partenkirchen und St. Moritz. Sportlich lief es leider nicht ganz nach Wunsch, dafür sind mir andere Sachen gut in Erinnerung geblieben. Beispielsweise 2011 in Garmisch, als Christof Innerhofer drei Medaillen errungen hat. Wir waren damals im selben Hotel wie die Männer und der Rummel um Christof war natürlich groß. Außerdem hat mir die Eröffnungsfeier in Val-d’Isère sehr gut gefallen.“

… Schwierigkeiten bei einem WM-Rennen:
„Bei einer WM gibt’s immer nur ein Rennen, und deshalb auch nur eine Chance. Darüber darf man sich aber nicht zu viele Gedanken machen und das Rennen angehen wie jedes andere. Um ganz vorne mitzumischen, muss alles zusammenpassen, man muss ein bisschen angespannt sein und voll und ganz den Materialien vertrauen. Außenseiter holen oft eine Medaille, weil sie nichts zu verlieren haben – im Gegensatz zu den Top-Favoriten.“

… ihren Siegertipp:
„Ich setze auf Sofia Goggia.“

Autor: det

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