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Italien bekommt es zum Auftakt mit Deutschland zu tun. © FISG

Blue Team gegen Deutschland vor der ersten Herkulesaufgabe

Für das arg dezimierte Blue Team beginnt am Freitag die Eishockey-Weltmeisterschaft in Lettland mit der Partie gegen Deutschland. Die Rollen sind dabei klar verteilt.

Die Deutschen gehen mit großen Ambitionen in die Weltmeisterschaft. Das Viertelfinale soll es mindestens sein, selbst WM-Gold schließen die Spieler nicht aus. „Wir haben alle riesengroße Ziele an uns selber“, sagte Top-Verteidiger Moritz Seider. Vorbild sind die Finnen, die 2019 in der Slowakei überraschend Weltmeister wurden. Für die Deutschen war vor zwei Jahren im Viertelfinale gegen Tschechien Schluss. Ein Jahr zuvor gab es in Pyeongchang sensationell Olympia-Silber.


Nicht mit dabei bei der WM in Riga wird Deutschlands Top-Star Leon Draisaitl sein. Er ist in den NHL-Playoffs beschäftigt, ebenso wie sein Edmonton-Teamkollege Dominik Kahun und Weltklasse-Torhüter Philipp Grubauer. Auch NHL-Ausnahmetalent Tim Stützle steht nicht zur Verfügung. Obwohl auch einige erfahrene DEL-Spieler absagten und zehn WM-Debütanten dabei sind, ist der finnische Coach Toni Söderholm von der Mischung in seiner Truppe überzeugt. Ein Schlüsselspieler ist der als künftiger NHL-Top-Verteidiger geltende Moritz Seider. Gefordert sind auch der zweifache Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl und Tobias Rieder, der die einzige NHL-Stammkraft im Kader ist.

Italien als klarer Außenseiter
Die Azzurri gehen gegen den Nachbarn als klarer Außenseiter in die Begegnung – auch, weil einige Schlüsselspieler nicht dabei sein werden. Giorgio De Bettin, der zu Beginn der WM Nationaltrainer Greg Ireland vertreten wird, wollte bei der Abschlusspressekonferenz keinesfalls Trübsal blasen: „Eine A-WM ist für Italien immer eine Herausforderung. Natürlich scheint diese heuer noch größer zu sein. Doch ich glaube, dass die Spieler trotz der ganzen Schwierigkeiten bereit sind.“

Bei dieser Weltmeisterschaft gibt es bekanntlich keinen Absteiger, weil die B-WM ausgefallen ist und somit keine Nation aufsteigt. Deshalb kann die junge Mannschaft Italiens auch im Hinblick auf die Heim-Olympiade 2026 wertvolle Erfahrungen sammeln.
„Deutschland hat eine interessante Mannschaft – auch, wenn einige Top-Spieler nicht dabei sind.“
Giorgio De Bettin
Zum kommenden Gegner sagte De Bettin: „Deutschland hat eine interessante Mannschaft – auch, wenn einige Top-Spieler nicht dabei sind. Sie sind sehr aggressiv und ich erwarte, dass sie viel Druck ausüben werden. Die Stärken haben sie in der Physis und in der Schnelligkeit.“ Wer gegen Deutschland das italienische Tor hüten wird, gab die Cortina-Legende noch nicht bekannt.
„Wir wollen als Mannschaft eine gute Figur abgeben.“
Daniel Frank
Daniel Frank wurde bei der PK unter andrem zu seiner neuen Rolle als Kapitän befragt: „Es ist natürlich eine große Ehre für mich und etwas Spezielles. Ich hatte die Möglichkeit mit großartigen Spielführern wie Alexander Egger oder Anton Bernard zusammenzuspielen und habe versucht, einiges abzuschauen. Ich will für die jungen Spieler voran gehen – vor allem mit meiner Mentalität. Wir wollen als Mannschaft eine gute Figur abgeben.“
Blue Team will nach vorne schauen
In Bezug auf den Kalt-Start für die Azzurri bei der WM sagte der Meraner: „Uns fehlen natürlich die beiden Testspiele gegen Österreich und der Schweiz. Auch wenn die letzten Wochen in mentaler Hinsicht nicht einfach waren, müssen wir trotzdem mit einer positiven Einstellung in das Spiel gegen die Deutschen gehen.“

Es ist dies übrigens das 19. WM-Spiel zwischen Italien und Deutschland. Bisher gab es für die Azzurri 5 Siege, 3 Unentschieden und 10 Niederlagen. Der letzte Erfolg datiert aus dem Jahr 2001, als das Blue Team in Hannover mit 3:1 gewann. Das letzte Aufeinandertreffen gab es bei der WM 2017. Damals gewann Deutschland angeführt von Superstar Draisaitl mit 4:1. Die Partie am Freitag beginnt um 15.15 Uhr. SportNews hält Sie mit einem Liveticker auf dem Laufenden.
Eishockey-WM in Lettland: Die Spiele vom Freitag
Deutschland – Italien (15.15 Uhr)
Russland – Tschechien
Kanada – Lettland (19.15 Uhr)
Belarus – Slowakei (19.15 Uhr)

Schlagwörter: Eishockey

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